Max Verstappen gemäss Pierre Waché (Red Bull Racing): «Das kann nur er»
Pierre Waché arbeitet bei Red Bull Racing als Technikchef. Der 51-jährige Franzose spricht über die Arbeit mit Max Verstappen und sagt, was den Niederländer für den Rennstall so einzigartig macht.
Max Verstappen und Red Bull Racing sind wieder top: Zwei GP-Siege von Pole-Position in Folge, beim Bahrain-GP in Malaysia und beim Singapur-GP, dazu Sprint-Sieg von Pole für den bärenstarken Niederländer.
Red Bull Racing-Technikchef Pierre Waché sieht aus nächster Nähe, wozu der vierfache Formel-1-Weltmeister fähig ist. Im Gespräch mit unseren Kollegen von racingnews365 sagt der Franzose, was Verstappen von seinen Gegnern abhebt.
Waché erklärt: «Ich schätze, der Hauptvorteil, den Max Verstappen einbringen kann, ist dieses unfassbare Gefühl, das er für sein Auto entwickelt. Ich werde ihn keinen Ingenieur nennen, weil er keiner ist, aber er gibt seinen Mitarbeitern etwas, das kein anderer Fahrer geben kann, den ich gesehen habe – in Bezug auf Feedback und die genaue Identifizierung dessen, was nötig ist, um sein Auto schneller zu machen.»
«Es ist wahnsinnig, welche Fähigkeit er hat, seinen Rennwagen zu spüren, was fehlt, wenn er es fährt, und alles danach in eine Sprache zu übersetzen, die wir verstehen können.»
«Nach der ersten Runde des Trainings weiss er schon ganz genau, wo das Auto liegt, wo die Grenzen dafür sind. Das macht ihn aus meiner Sicht zum besten Fahrer, den der Sport je hatte. Das Fahrgefühl ist das Eine, aber dann exakt formulieren zu können, was er braucht, um sich noch besser einzubringen, das ist in Kombination unvergleichlich.»
Waché weiter: «Wenn wir gewinnen, ist er ein Traum zum Arbeiten. Wenn wir verlieren, ist er ein Albtraum. Nein, ich mach natürlich nur Spass. Alle Mitarbeiter lieben wir ihn, weil sie genau wissen, dass er im Auto alles gibt. Er ist zudem ein vorbildlicher Mannschaftsspieler, ein weiterer Grund, wieso er so populär ist.»
«Verstappen respektiert die Arbeit von jedem im Team, und er äussert nur seine Meinung darüber, was ihm beim Umgang mit dem Rennwagen wichtig ist. Er respektiert das Fachwissen der Leute, und er ist ziemlich aufgeschlossen für Ideen der Menschen um ihn herum. Ich finde es ziemlich einfach, mit ihm zu arbeiten.»
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