Max Verstappen nach P2 in USA: «Auto hüpfte wie Känguru, was ist passiert?»
Startplatz 2 für Max Verstappen im Abschlusstraining zum Grand Prix der USA bei Austin/Texas. Der Niederländer verpasst seine 51. F1-Pole gegen Kimi Antonelli um 0,179 Sekunden und ist baff.
Klar hätte sich Max Verstappen beim Qualifying zum USA-GP auf dem Circuit of the Americas (COTA) gerne die Pole-Position gekrallt. Aber ihm steht in Texas dieses Mal Kimi Antonelli vor der gleissenden Sonne, Startplatz 2.
Der Red Bull Racing-Star muss sich nicht grämen: Stattliche fünf von 13 GP-Siegen in Austin wurden von Startplatz 2 erobert. Sechs Mal in den vergangenen acht Austin-GP ist der von Startplatz 2 losgefahrene Pilot als Leader aus der ersten Kurve herausgekommen!
Und, nicht vergessen, für Kimi Antonelli geht es um die WM, für Verstappen nicht, also kann der vierfache Weltmeister beim Grand Prix in der ersten Kurve robuster vorgehen als der kommende Champion aus Italien.
Max stuft seine Leistung in der Austin-Quali so ein: «Mein Q3 war einfach nicht gut. In Q1 und Q2 lief es ganz anständig (Max zu diesem Zeitpunkt auf P3 und P4, aber ohne alles aus dem Wagen zu holen und zudem auf Reifen-Sparflamme, M.B.), aber dann hatte ich im letzten Quali-Segment keine gute Fahrzeugbalance, mit beiden Sätzen nicht; ich weiss nicht, was da passiert ist.»
«Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich viele Fehler gemacht hätte, aber es mangelte einfach and Haftung, der Wagen rutschte viel zu viel.»
«Beim letzten Versuch hatte ich auch noch einen garstigen Rückenwind, ich versuchte, mehr zu attackieren, dann traf ich einen der Buckel hier, der Wagen hüpfte wie ein Känguru, als Folge rutschte ich von der Ideallinie. Da wusste ich, dass mein Kampf um die Pole vorbei ist.»
«Ich bin wirklich unzufrieden, wie das im letzten Quali-Teil gelaufen ist. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Und das hatten wir fürs Abschlusstraining auch nicht erwartet.»
«Unter diesem Umständen dann noch Zweiterschnellster zu sein, das nehme ich gerne aber, aber ich würde schon gerne wissen, was da in Q3 mit dem Auto vorgefallen ist.»
«Ich fuhr meine beste Runde in Q2 auf gebrauchten Reifen, das ist nicht normal. Da hatte ich natürlich grosse Hoffnungen, dass ich mir hier die Pole schnappen kann. Aber dann verflüchtigte sich der Grip, und so konnte ich nicht mehr so attackieren wie das zuvor möglich war.»
«Platz 2 sieht ganz nett aus, aber ich gebe zu: Ich bin enttäuscht. Das ist nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht hatten, und ich glaube, das ist auch nicht das beste Ergebnis hier mit diesem Wagen. Wenn das Fahrgefühl nicht gut ist und wir trotzdem in der ersten Reihe stehen, dann nehme ich das gerne an. Aber happy bin ich nicht, das will ich gar nicht verheimlichen.»
«Gut, der Wind wurde stärker. Aber das ist keine Erklärung dafür, wieso sich der Rennwagen in Q3 dermassen anders anfühlte als im zweiten Quali-Segment.»
«Was das Renntempo angeht, so hatte ich am Freitag den Eindruck – da ist noch Luft nach oben. Wir müssen das Verhalten der Reifen auf dieser Strecke noch besser verstehen. Aber generell waren wir mit dem Renn-Speed in den vergangenen Grands Prix sehr zufrieden, und ich hoffe, ich finde im Rennen hier einen Teil davon.»
Hat Max Verstappen einen Rat für Kimi Antonelli, der vor seinem ersten WM-Titel steht? Max: «Kimi braucht keinen Rat, der weiss schon, war er tut. Wenn er hier Weltmeister wird, dann gut. Wenn er es nicht wird, dann halt in Mexiko. Und wenn es dort nicht klappt, dann eben in Brasilien.»
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