Valtteri Bottas bei Cadillac vor dem Aus? Wenig Rückendeckung vom Teamchef
Gondelt der finnische GP-Sieger seiner Formel-1-Rente entgegen? Cadillac-Teamchef Marcin Budkowski lobt Sergio Pérez in den höchsten Tönen, aber das Fahrerduo 2027 will er nicht bestätigen.
Die Anzeichen verdichten sich, dass Valtteri Bottas bei Cadillac langsam in Ungnade fällt: Es fällt am Circuit of the Americas auf, wie Cadillac-Teamchef Marcin Budkowski vom Mexikaner Sergio «Checo» Pérez schwärmt, beim Finnen Valtteri Bottas klingt das weniger enthusiastisch. Bis hin zur Tatsache, dass sich der 49-jährige Pole weigert, dass Fahrerduo Pérez/Bottas für 2027 zu bestätigen. Dabei schien doch klar zu sein, dass die US-Amerikaner mit ihren zwei erfahrenen Piloten weitermachen.
Budkowski sagt in Texas: «Für einen Fahrer wie Checo, der eine enorme Menge an Erfahrung hat, kann ich sagen, dass er sich nicht wie ein Fahrer verhält oder fährt, der auch nur annähernd am Ruhestand kratzt. Er drückt sehr hart aufs Gas. Er drängt uns auch hinter den Kulissen in den Nachbesprechungsräumen und ausserhalb sehr stark und schreibt mir und anderen Teammitgliedern regelmässig Nachrichten, um uns zu besseren Leistungen zu motivieren.»
«Pérez ist hungrig, er ist motiviert, und das ist wirklich gut zu sehen.» Er macht das auf seine ganz eigene Art und Weise. Wir haben zwei Fahrer. Einer ist heisser, und einer ist wahrscheinlich ein wenig kühler, wenn ich das so sagen darf. Und sie haben beide das Team auf ihre eigene Art und Weise vorangetrieben, aber Checo treibt uns sehr hart an.»
«Allein schon zu sehen, welche Körpersprache Pérez auf der Startaufstellung zeigt, wenn er seinen Helm aufsetzt und ins Auto klettert, da hast du wirklich den Eindruck – er bereitet sich auf einen Kampf vor. Da ist ganz viel Feuer, da ist ganz viel Motivation.»
Natürlich hat das Management von Esteban Ocon nach dem Aus des Franzosen als Haas-Pilot angeklopft bei Cadillac. Budkowski bleibt vage: «Als Teamchef, und ich bin mir sicher, dass es meinen Kollegen genauso geht, erhältst du immer Anrufe von jedem Fahrer oder Piloten-Manager. Es gibt also eine ganze Reihe von Fahrern und Managern, die mich kontaktiert haben. Ich werde nicht sagen, wer es ist, aber fast alle, die auf dem Markt sind, haben Kontakt aufgenommen – so wie man das erwarten würde.»
«Ich denke, das hier ist ungefähr der letzte Ort hier, an dem ich irgendetwas über unsere Fahreraufstellung kommunizieren würde. Meine Marketing- und Kommunikationsabteilung würde mich umbringen, wenn ich das täte! Wenn die Zeit reif dazu ist, dann werden wir als Rennstall offiziell dazu etwas mitteilen.»
Sollte Ocon zu Cadillac kommen, würden sich zwei Fahrer wiedersehen, die sich früher bei Force India spinnefeind waren, er und Pérez.
Als US-amerikanische Alternative für Bottas drängt sich niemand so richtig auf: IndyCar-Sieger Colton Herta (beim ersten Freitagtraining im Cadillac) hat in der Formel-2-Saison 2026 enttäuscht, Zukunft offen. Und der junge New Yorker Ugo Ugochukwu (19), Formel-3-Champion 2026, ist dazu vorgesehen, im kommenden Jahr in der Formel 2 anzutreten. Ferner wird er an verschiedenen F1-Trainings teilnehmen für Cadillac. GP-Debüt daher vermutlich erst 2028.
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