Oscar Piastri (McLaren): «Liegen immer noch einen Schritt hinter Mercedes»
Oscar Piastri beendete den Trainingsfreitag auf dem Red Bull Ring auf dem 2. Platz hinter dem Tagesschnellsten Kimi Antonelli. Der McLaren-Star ist sich denn auch sicher: Mercedes hat einen Vorsprung.
Für Oscar Piastri gab es gleich zum Start des Spielberg-Wochenendes richtig viel zu tun. Denn weil sein McLaren-Teamkollege Lando Norris wegen eines Hydraulik-Lecks die ersten 45 Trainingsminuten verpasste, blieb die ganze Arbeit, die sich das Weltmeister-Team vorgenommen hatte, an ihm hängen. Der Australier drehte denn auch fleissig seine Runden und absolvierte zunächst einige Vergleichsfahrten mit verschiedenen Frontflügel-Konfigurationen.
Danach gab er auf angefahrenen Medium-Reifen Gas und schaffte es, die drittschnellste Runde zu drehen. Ganz ohne Sorgen blieb auch der Rennfahrer aus Melbourne nicht, denn er bekundete Probleme beim Bremsen. Darauf reagierte das Team aus Woking in der Mittagspause und passte das Bremspedal an. Mit Erfolg: Piastri verbesserte sich auf den zweiten Platz, nur der Tagesschnellste Kimi Antonelli im Mercedes schaffte die 4,326 km lange Runde noch schneller. Der Teenager, der die WM anführt, blieb 0,237 sec schneller als der McLaren-Star.
Mercedes das Mass aller Dinge
Piastri fasste nach dem Aussteigen zusammen: «Das war ein ziemlich guter Tag. Aber wir liegen immer noch einen Schritt hinter Mercedes, oder zumindest hinter Kimi. Und das haben wir auch erwartet. Wir haben einen produktiven Tag hinter uns, denn wir haben viel ausprobiert. Es gab auch einige Hausaufgaben zu erledigen, die sich in Barcelona ergeben haben.»
«Und ich habe das Gefühl, dass wir einen ziemlich guten Job gemacht haben, als wir ein paar Sachen versucht haben», stellte der 25-Jährige sich selbst und seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Auf die Frage, was im Rennen möglich ist, reagierte er vorsichtig: «Wir müssen abwarten und schauen, denn es war sehr beeindruckend, dass Kimi auf seiner zweiten Runde auf den weichen Reifen eine solche Zeit in den Asphalt brennen konnte.»
«Ich weiss also nicht, ob wir mit Mercedes auf Augenhöhe kämpfen können. Wir sind offenbar eher Best of the Rest. Und normalerweise finden Kimi und Mercedes nach dem Freitag immer noch viel Tempo. Ich erwarte also, dass sie sehr, sehr schnell sein werden», fügte der neunfache GP-Sieger an.
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