FP2, Assen: Probleme bei Acosta und Fernandez; Bezzecchi Schnellster
Im zweiten freien MotoGP-Training in Assen machte Aprilia die Dreierspitze klar. Raul Fernandez und Pedro Acosta hatten allerdings mit Ausfällen zu kämpfen. Marco Bezzecchi war im FP2 Schnellster.
Vor dem FP2 gab es bittere News aus dem Gresini-Lager: Fermin Aldeguer ist für den Rest des Assen-Wochenendes raus. Der Spanier brach sich bei einem Sturz am Freitag den Brustwirbel T7. Die Verletzung soll in den nächsten Tagen in Madrid weiter evaluiert werden – für Assen ist er aber definitiv raus. Auch sein Teamkollege Alex Marquez stürzte am Freitag, kam aber mit einer Schulterprellung und Schürfwunden davon. Der Spanier bekam vorm FP2 die Genehmigung vom medizinischen Team, am Rennwochenende teilzunehmen.
Probleme bei Trackhouse-Aprilia
Gleich zu Beginn der Session gab's Probleme bei Trackhouse-Aprilia: Raul Fernandez musste zu Fuß weitermachen! Der Spanier rollte in Kurve 9 von der Piste durch den Notausgang von der Strecke, schob sein Motorrad mit Anschubhilfe von Streckenposten im Sauseschritt in Richtung Garage. Kein Unfall, sondern ein technisches Problem.
Auch KTM mit Schwierigkeiten
Kurz darauf erwischte es fünf Minuten in der Session auf Pedro Acosta, der seine KTM am Streckenrand parken musste, nachdem er länger übers Gras gefahren war. Auch er joggte in Richtung Garage – allerdings ohne Bike. Gelbe Flagge in Kurve 15! Offenbar auch ein technisches Problem – nur wenige Tage nach dem Ausfall in Brünn.
Mit noch 23 Minuten auf der Uhr war zu sehen, wie Fernandez seine Anschiebetour erfolgreich beendet hatte. Er hatte seine Aprilia erfolgreich ins Fahrerlager gebracht, wo sein Mechaniker-Team die Maschine entgegennahm und in die Garage brachte. Mit dem zweiten Bike fuhr Fernandez wenig später wieder raus.
Für das Aprilia-Werksteam sah es dagegen nach einem erfolgreichen Start in den Samstag aus, zumindest bei Marco Bezzecchi. Der Italiener führte mit 1:31,844 min. nach dem ersten Drittel der Session die Zeitenliste an. Hinter ihm: Fabio Di Giannantonio auf der VR46-Ducati und Pecco Bagnaia auf der Werks-Ducati. Dahinter sortierte sich dann auch Fernandez-Kollege Ai Ogura auf der Trackhouse-Aprilia ein.
Mit noch 17 Minuten auf der Uhr erreichte dann auch Acosta die KTM-Garage, der dann ebenfalls mit dem zweiten Motorrad auf die Piste gehen konnte. Immerhin: Beide Piloten mit FP2-Panne hatten am Freitag bereits den Sprung ins Q2 klargemacht, haben also ein paar Minuten weniger Zeitdruck im Anschluss ans FP2.
Unterdessen blieb Bezzecchis 1:31,844 min zunächst das Maß aller Dinge. Teamkollege Jorge Martin setzte sich 0,276 Sekunden hinter ihn, nachdem er zu Beginn der Session weiter hinten war. Pedro Acosta hatte inzwischen aufgeschlossen.
Aprilia dominiert
Als dann gut drei Minuten vor Schluss Pramac-Yamaha-Mann Jack Miller in Kurve 9 abflog, hatte sich gerade die Aprilia-Dominanz herauskristallisiert: Bezzecchi verbesserte sich auf 1:31,611 min. Hinter ihm sortierten sich die beiden Trackhouse-Aprilias von Fernandez und Ogura ein. Aprilia-Dreigestirn an der Spitze also! Das hatte sich bereits in den Freitagssessions angedeutet.
Hinter dreimal Aprilia schnappte sich Di Giannantonio Platz 4. Ducati-Werkspilot Marc Marquez wurde Fünfter vor Acosta. Jorge Martin landete als einziger Aprilia-Mann weiter hinten, nämlich auf Platz 7. Die schnellste Yamaha hatte Fabio Quartararo mit Platz 12; Luca Marini dahinter auf Platz 13 war der schnellste Honda-Fahrer.
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