Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies: Gemischte Gefühle nach Monza-Quali
Die Zeitenjagd in Monza um die Italien-GP-Startplätze verlief für das Red Bull Racing Team nicht nach Plan. Dennoch hatte Teamchef Laurent Mekies hinterher auch Positives zu berichten.
Der Plan lag vor dem Qualifying im Königlichen Park von Monza auf der Hand: Liam Lawson sollte im letzten Abschnitt des Abschlusstrainings auf dem Highspeed-Kurs seinem Red Bull Racing-Teamkollegen Max Verstappen Windschatten spenden, damit dieser auf den langen Geraden möglichst viel Zeit gewinnen kann. Doch Oscar Piastri durchkreuzte die Strategie, weil er Lawson im zweiten Quali-Segment im entscheidenden Moment im Weg war.
Der Neuseeländer verpasste das Weiterkommen ins Q3 um mehr als drei Zehntel und musste mit dem 14. Platz in der Qualifying-Abrechnung Vorlieb nehmen. Verstappen, der als Sechstschnellster des Q2 den Sprung ins Top-10-Stechen schaffte, musste folglich ohne die Schützenhilfe aus den eigenen Reihen vorkommen. Der Niederländer gab alles, kam aber erneut nicht über den sechsten Platz hinaus.
Den 13. GP des Jahres darf er von Startplatz 5 in Angriff nehmen, da Piastri für das Blockieren von Lawson eine Strafversetzung um drei Startpositionen aufgebrummt bekam, die ihn von der dritten auf die sechste Position zurückwarf.
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies fasste nach der Zeitenjagd zusammen: «Wir blicken mit gemischten Gefühlen auf das Qualifying zurück. Natürlich können wir mit dem fünften Startplatz nicht zufrieden sein. Allerdings haben wir ein besseres Tempo als am Freitag an den Tag gelegt und damit gezeigt, dass wir einen Fortschritt erzielt haben.»
«Max hatte im dritten Training ein deutlich besseres Gefühl im Auto, und letztlich waren wir näher an der Pole-Zeit dran als in den Rennwochenenden davor. Die Abstände der Top-6-Piloten fielen sehr klein aus, und wir sind am falschen Ende gelandet, was natürlich etwas frustrierend ist, aber das gehört dazu, wenn die Leistungsdichte so hoch ist», schilderte der Franzose.
«Wir müssen vor dem Rennen noch ein paar Sachen in den Griff bekommen, um es mit den Jungs vor uns aufnehmen zu können. Bei Liam wussten wir, dass er eine Startplatz-Strafe für den Einsatz eines Motors hinnehmen muss, der das erlaubte Kontingent überschreitet. Und es ist schade, dass er den Sprung ins Q3 nicht schaffte, weil ihm der Verkehr auf der Strecke im Weg war. Ganz allgemein macht er wieder einen guten Job mit uns, und ich bin mir sicher, dass er alles geben wird, um sich durchs Feld nach vorne zu kämpfen», fügte der Ingenieur an.
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