Magny-Cours, Lauf 2: Yamaha-Doppelsieg vor ZX Moto im Fünf-Runden-Sprint
Das zweite Rennen der Supersport-WM 2026 in Magny-Cours wurde nach einem Sturz abgebrochen und über nur noch fünf Runden neu gestartet. Den furiosen Sprint entschied Roberto Garcia (Yamaha) für sich.
Wegen der Formel 1 in Monza wurde der Zeitplan der Superbike-WM 2026 in Magny-Cours für den Sonntag modifiziert. Das zweite Supersport-Rennen rückte nach vorn und wurde bereits um 12:40 Uhr gestartet. Bei Rennstart herrschten angenehme 26 Grad Celsius.
Die Startaufstellung für den zweiten Lauf basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen. Selten war die Auswirkung auf das Grid so groß wie beim neunten Saisonmeeting.
Größter Profiteur dieser Regel war Aldi Mahendra (Yamaha), der von Startplatz 16 auf die zweite Position vorrückte. Auch Tom Booth-Amos (Triumph) machte einen ordentlichen Sprung: Statt von Platz 9 ging der Engländer von der Pole ins Rennen. Die erste Startreihe komplettierte Jorge Navarro (Triumph), der in Frankreich den verletzten Oli Bayliss ersetzt.
Superpole-Gewinner Valentin Debise (ZX Moto) fiel auf die vierte Position zurück und Lauf-1-Sieger Can Öncü (Yamaha) lauerte als Sechster in Reihe 2. Auf Dominique Aegerter (17./Kawasaki), Andreas Kofler (30./Yamaha) und Philipp Öttl (33./Ducati) hatte das 2024 etablierte System nur eine geringe Auswirkung.
Die ersten Runden waren turbulent und waren vom Dreikampf von Öncü, Arenas und Debise geprägt. Als das Rennen in die zweite Rennhälfte ging, stürzte Booth-Amos auf Platz 6 liegend. Die Triumph des Engländers schlug in die Airfence von Kurve 3 ein, die durch den Einschlag beschädigt wurde. Das Rennen wurde abgebrochen und mit dem Stand von Runde 11 über nur noch fünf Runden neu gestartet. Für Aegerter, Kofler und Öttl bedeutete das die Startplätze 18, 27 und 28 und angesichts der kurzen Distanz nur eine geringe Chance, die Punkteränge zu erreichen.
Restart nach Booth-Amos-Crash über nur fünf Runden
Nach dem Start ging an der Spitze die Post ab. Die Piloten riskierten viel, um sich in eine gute Position zu bringen. Nach der ersten Runde führte Öncü vor Arenas, Roberto Garcia (Yamaha), Debise, Jeremy Alcoba (Kawasaki) und Filippo Farioli (Yamaha) das Rennen an. Zu Beginn von Runde 2 machte der Türke einen Fehler und Arenas ergriff die Chance. Der WM-Leader setzte sich um 0,4 sec von Öncü und Debise ab, während Mahendra auf Platz 6 in 1:39,984 min die schnellste Rennrunde in den Asphalt brannte.
Ein Sturz von Josh Whatley und Simon Jespersen (beide Ducati) riss das Mittelfeld auseinander – und spülte Aegerter auf Platz 14
Fehler von Can Öncü entscheidet das Rennen
Öncü ging als Führender in die letzte Runde, aber Garcia hing dem 23-Jährigen im Nacken. Mit etwas Abstand folgten Arenas und Debise. Alcoba (5.) war mit 1,1 sec Rückstand nicht mehr in der Lage, das Rennen zu gewinnen.
Wenige Kurven vor dem Ziel verpasste Öncü in Kurve 15 den Bremspunkt und musste eine weite Linie fahren – Garcia nahm die Einladung dankend an und schlüpfte, so wie auch Arenas und Debise, innen durch. Garcia fuhr 0,4 sec vor Arenas und Debise seinen ersten Sieg in der Supersport-Kategorie ein. Der Spanier fährt für das französische Team GMT94, in dem der Jubel grenzenlos war.
Öncü und Alcoba komplettierten die Top-5.
Mit Perolari (11.), Allessandro Zaccone, und Raffaele De Rosa holten auch Honda, Ducati und QJ Motor WM-Punkte.
Als 15. holte Dominique Aegerter den letzten WM-Punkt, was Philipp Öttl (19.) und Andi Kofler (24.) vergönnt war.
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