Russell 43 Punkte hinter Antonelli: Nur Vettel/Verstappen schafften’s noch!
Nach dem Motorschaden in Kanada liegt George Russell um stattliche 43 Punkte hinter WM-Leader Kimi Antonelli. Der Brite spricht über seinen italienischen Rivalen und die Lage bei Mercedes.
43 Punkte Rückstand. Das liegt wie ein Mühlstein im Magen von George Russell. In Montreal zeigte der 28-jährige Engländer ein atemberaubendes Duell mit WM-Leader Kimi Antonelli, dann hatte der Brite Pech – Motordefekt, aus die Maus, Kimi sagte Grazie und fuhr weitere 25 Siegerpunkte ein.
Danach versuchte Russell, Sieger des WM-Auftaktrennens von Melbourne, Druck zu erzeugen auf den 19-jährigen Antonelli: «Es ist an Kimi, diesen Titel noch zu verlieren.»
Antonelli reagierte eiskalt: «Ich kann nicht verlieren, was ich gar nicht habe. Ich messe dem keine weitere Bedeutung zu, denn wir haben noch sehr viele Rennen. Da macht es für mich keinen Sinn, vom Titel zu reden.»
43 Punkte Rückstand – wann hat das letztmals ein Fahrer noch aufholen können? 2010 lag Red Bull Racing-Ass Sebastian Vettel mal 44 Punkte im Rückstand gegen Ferrari-Fahrer Fernando Alonso, und dann holte sich der Deutsche beim dramatischen Finale von Abu Dhabi den Titel. Und 2022 lag Max Verstappen (Red Bull Racing) zwischendurch um üppige 46 Punkte hinter Ferrari-Fahrer Charles Leclerc, doch der Niederländer schaffte die Wende.
Im Fahrerlager der Traditionsstrecke von Monaco legt Russell nach: «Ich bleibe dabei, er hat mehr zu verlieren. Was mich angeht, so ändere ich an meiner Vorgehensweise nichts. Ich nehme ein Rennen ums andere, ich kämpfe so wie immer, ich lasse mich nicht unter Druck setzen.»
Der sechsfache GP-Sieger Russell schneidet auch das Thema Vertrauen an: «Es gibt keine Vorbehalte, das Team muss uns Fahrern vertrauen, dass wir das Richtige tun. Es liegt im Blut des Racers, die Grenzen weiter und weiter zu verschieben, und das tun wir auch im Zweikampf.»
«Mir ist klar, dass es da am Kommandostand und für Teamchef Toto Wolff bisweilen bisweilen etwas stressig wird. Denn sie haben keine Kontrolle darüber, was als nächstes passieren wird, und sie würden das natürlich gerne steuern. Aber unterm Strich müssen sie uns vertrauen. Und das ist der Stand der Dinge vor Monaco. Wir werden weiter beinhart kämpfen. Aber wir wissen auch, was wir uns gegenseitig maximal zumuten können.»
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