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Russland-Zahlung: Verspätete Haas-Abreise nach Monza

Weil eine Zahlung an den Ex-Sponsor Uralkali noch ausstand, drohte dem Haas-Team in den Niederlanden die Beschlagnahmung. Nun sei die Zahlung bestätigt, die Team-Trucks können Richtung Italien reisen.

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Spa: FP1

FIA Formula One World Championship

17.07.2026 - 13:15

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Eine finanzielle und vertragliche Altlast sorgte rund um den GP der Niederlande beim Haas-Team für Aufregung. Weil eine Zahlung des Teams an den Ex-Titelsponsor Uralkali noch ausstand und der Eingang über das Wochenende nicht bestätigt werden konnte, wurden die Trucks des Teams nach dem Rennen zunächst festgesetzt und durften nicht in Richtung Monza fahren.

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Am Montag um 13:37 Uhr teilte Haas dann mit: Uralkali hat den Eingang der Zahlung bestätigt, die LKWs dürfen die Niederlande verlassen und in Richtung Italien fahren.

Aber der Reihe nach: Die Kontroverse um eine Millionensumme war im Februar 2022 entstanden. Zu Beginn jener Saison war der russische Chemie- und Düngemittelkonzern Uralkali Titelsponsor des US-Teams Haas. Der russische Pilot Nikita Mazepin war Anfang des Jahres 2022 einer der zwei Piloten des Teams (neben Mick Schumacher). Mit dem russischen Angriff auf die gesamte Ukraine änderte sich das.

Noch während die Wintertests in Barcelona liefen, leitete Haas die Trennung von Uralkali ein. Das Unternehmen und sein Chef Dimitri Mazepin (der Vater von Nikita) stehen dem Putin-Regime nah. Dimitri Mazepin steht persönlich auf der EU-Sanktionsliste, da seine Unternehmen Uralkali (Mehrheitsanteilseigner) und Uralchem (CEO) als "strategische Vermögenswerte" des russischen Staates gelten. Die Profite der Unternehmen Mazepins spülten demnach Geld in russische Staatskassen. Laut dem EU Sanktionspapier war Mazepin zudem einer von 37 Geschäftsleuten, die mit Putin über die Auswirkungen der Sanktionen berieten. Er gilt also als Teil des innersten Kreises.

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Nikita Mazepin verlor sein Cockpit, Teammitglieder überklebten auf ihrer Teamkleidung das Uralkali-Logo, von den Trucks wurden noch am Abend der Entscheidung die Uralkali-Aufkleber abgekratzt. Der Sponsorenvertrag wurde beendet. Uralkali hatte vor Saisonbeginn aber schon bezahlt – und pochte auf eine anteilige Erstattung der insgesamt 13 Mio. Dollar. Offiziell terminiert wurde der Vertrag am 4. März 2022.

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17.07.2026 - 13:15

Ein Schweizer Gericht urteilte im Juni dieses Jahres, dass Haas die Summe aus dem Sponsorenvertrag anteilig tatsächlich zurückzahlen muss. Kurios: Uralkali wurde nicht nur Geld, sondern auch ein Formel-1-Bolide versprochen. Zweck fraglich.

Niederländische Behörden sollten nun an der Durchsetzung des Urteils mitwirken, schickten Personal nach Zandvoort, das die Wertgegenstände in der Garage schätzen sollte. Laut Haas wurde bereits am Freitag eine Zahlung an Uralkali getätigt. Weil gegen Russland kriegsbedingt scharfe Sanktionen verhängt sind, gestaltet sich eine Überweisung in Millionenhöhe dorthin entsprechend schwierig. Laut Autosport wurde der Geldtransfer deshalb über den Nahen Osten abgewickelt.

Wochenendbedingt (im Nahen Osten beginnt das am Freitag) kam es dann zu einer Verzögerung. Deshalb durften die Haas-Trucks nicht wie eigentlich am Sonntagabend geplant die Niederlande verlassen und in Richtung Monza fahren, wo schon am Wochenende gefahren wird. Uralkali warte weiterhin auf die Zahlung oder eine Kaution – und auf einen Logistikplan für die Lieferung des ihnen versprochenen Formel-1-Autos, so Autosport.

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Am Montag war dann aber endlich Banktag. Haas teilte mittags mit, Uralkali habe "den Erhalt der Überweisung vom Freitag bestätigt". Die Trucks hätten nun grünes Licht für die Fahrt nach Italien. Mit dem PKW dauert die Fahrt von Zandvoort nach Monza ohne Staus und Pausen fast 13 Stunden. Für Haas beginnt noch vor dem Rennen in Italien ein Rennen gegen die Zeit nach Italien.

Niederlande-GP, Zandvoort Circuit

01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:30:45,519h

02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +22,896 sec

03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +25,439

04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +27,337

05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +32,137

06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +39,542

07. George Russell (GB), Mercedes, +44,617

08. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +49,599

09. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 Runde

10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1 Runde

11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1 Runde

12. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1 Runde

13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde

14. Alex Albon (T), Williams, +1 Runde

15. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde

16. Logan Sargeant (USA), Williams, +1 Runde

17. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1 Runde

18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde

19. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +2 Runden

20. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +2 Runden

WM-Stand (nach 15 von 24 Grands Prix und 3 von 6 Sprints)

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Fahrer

01. Verstappen 295 Punkte

02. Norris 225

03. Leclerc 192

04. Piastri 179

05. Sainz 172

06. Hamilton 154

07. Pérez 139

08. Russell 122

09. Alonso 50

10. Stroll 24

11. Hülkenberg 22

12. Tsunoda 22

13. Ricciardo 12

14. Gasly 8

15. Oliver Bearman (GB) 6

16. Magnussen 5

17. Ocon 5

18. Albon 4

19. Zhou 0

20. Sargeant 0

21. Bottas 0

Konstrukteurspokal

01. Red Bull Racing 434 Punkte

02. McLaren 404

03. Ferrari 370

04. Mercedes 276

05. Aston Martin 74

06. Racing Bulls 34

07. Haas 27

08. Alpine 13

09. Williams 4

10. Sauber 0

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1

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

179

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

154

3

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

147

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

108

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

97

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

82

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

76

8

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

52

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Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

42

10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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