Schlägt Oscar Piastri in Spielberg zurück? «Machen uns keine Illusionen»
McLaren-Star Oscar Piastri hat in Barcelona kein einfaches Rennwochenende erlebt. Was erwartet er beim anstehenden Kräftemessen auf dem Red Bull Ring? Der Australier dämpft die Erwartungen.
Im vergangenen Jahr stand Oscar Piastri lange im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der junge Australier überzeugte mit seinen Auftritten an der Seite seines deutlich erfahreneren Teamkollegen Lando Norris und führte die WM auch lange an. Doch in der Schlussphase der WM liess die starke Form des McLaren-Piloten aus Melbourne nach und am Ende musste er sich mit dem dritten Platz begnügen, während sein Teamkollege Lando Norris den WM-Titelgewinn feiern durfte.
Die Enttäuschung des Vorjahres war auch beim Saisonstart 2026 noch spürbar, und mit dem Ausfall im Heimspiel führte der 25-Jährige seine Pechsträhne fort. Auch in China gab es im Rennen keine Punkte für Piastri, der erst beim dritten Grand Prix der Saison in Japan als Zweiter aufs Podesttreppchen zurückkehrte. Auch beim darauffolgenden Rennen in Miami lief es nicht schlecht für den Schützling von Mark Webber. Er schaffte es als Dritter ins Ziel.
Zuletzt tat sich Piastri aber wieder schwer mit seinem MCL40. Sowohl in Monaco als auch in Barcelona musste er sich mit dem fünften Platz begnügen. Nun steht das Rennwochenende auf dem Red Bull Ring an. Die Strecke in der Steiermark war bisher ein gutes Pflaster für das McLaren-Team. Dennoch bleibt der neunfache GP-Sieger vorsichtig, wenn es um seine Chancen geht.
Positive Überraschung auf dem Red Bull Ring?
Vor dem Start des achten Rennwochenendes in Österreich erklärte Piastri zunächst zwar: «Ich denke, persönlich kann ich zuversichtlich sein, denn ich habe ein gutes Verständnis dafür, warum das Barcelona-Rennen so schwierig für mich war. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und wir wissen, was wir tun müssen, damit sich das nicht wiederholt.»
Der 75-fache GP-Teilnehmer stellt aber auch gleich klar: «Ja, als Team hatten wir hier in der Vergangenheit gute Rennen. Aber Ferrari hat in Barcelona gute Fortschritte gemacht, Mercedes war auch in Spanien die Messlatte für alle anderen und ich habe gehört, dass Red Bull Racing hier was Grosses dabei hat. Es wird also nicht einfach für uns. Wir machen uns deshalb auch keine Illusionen, wir wissen, dass wir nicht das Team sein werden, das es zu schlagen gilt. Aber ich hoffe, dass wir nah dran sind, damit wir die Chancen nutzen können, die sich durch die Dramen der anderen Fahrer ergeben. Aus eigener Kraft weit vorne zu landen, wird sicher schwierig. Allerdings bin ich gerne bereit, mich in dieser Hinsicht überraschen zu lassen.»
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