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Schutzscheibe: Zusammenarbeit von IndyCar und FIA

In diesem Jahr werden sich die Fans und Fahrer an den Halo-Schutzbügel gewöhnen müssen. Dass es auch Alternativen zum umstrittenen Cockpitschutz gibt, beweist die IndyCar-Serie. Die FIA zeigt Interesse.

Formel 1

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Man muss kein Formel-1-Experte sein, um zu wissen, dass die meisten Fans eine klare Position einnehmen, wenn es um den Cockpitschutz Halo geht. Denn der umstrittene Schutzbügel wird ab diesem Jahr den Regeln entsprechend auf jedem GP-Renner prangen, was viele Liebhaber des Sports und nicht wenige GP-Piloten selbst als optische Verschandelung ansehen.

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Dass es auch anders geht, beweist die IndyCar-Serie, die in dieser Woche Scott Dixon mit einer Schutzscheibe auf seinem Dallara-Honda-Cockpit in Phoenix ausrücken liess. Dies, um die Sicht bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen und sogar im Flutlicht zu prüfen. Der Neuseeländer berichtete hinterher, dass er keinerlei Einschränkungen oder Verzerrungen wahrnehmen konnte.

Das Ganze sei zwar gewöhnungsbedürftig – nicht zuletzt wegen der fehlenden Windgeräusche, erklärte Dixon weiter. Aber abgesehen von der Cockpit-Kühlung, die durch die Schutzscheibe natürlich eingeschränkt wird, hatte der 37-Jährige nach seiner ausgiebigen Testfahrt nichts Grösseres zu beklagen.

Der Test wurde von vielen Formel-1-Fans mitverfolgt, denn schliesslich wurde eine ähnliche Lösung im GP-Zirkus als zu unausgereift befunden und zur Seite gelegt, nachdem Sebastian Vettel nur eine Runde damit gedreht und sich hinterher über Sichtprobleme und ein leichtes Schwindelgefühl beklagt hatte. Ausserdem hatte der Ferrari-Star auch das Aussteigen aus dem Fahrzeug als gewöhnungsbedürftig bezeichnet.

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Viele Fans fragen sich: Warum schafft die IndyCar, was die Formel 1 nicht hinbekommen hat? Die Kollegen von Racer.com fragten beim Automobilweltverband FIA nach, und bekamen die Antwort von Laurent Mekies, der als Sicherheitsdelegierter der FIA in die Entwicklung des Halo und die Prüfung der weiteren Cockpitschutz-Varianten involviert ist.

Der Ingenieur beteuert: "Natürlich wissen wir, was die Kollegen machen, und sie wissen im Gegenzug auch, was wir in Sachen Halo unternehmen. Wir tauschen uns regelmässig aus und werden uns tatsächlich auch in einigen Wochen wieder treffen." Natürlich werden dabei auch die Erkenntnisse der Formel-1-Sicherheitsgruppe geteilt, welche die FIAmit dem Shield sammeln konnte, erklärt er weiter.

Mekies weist aber auch darauf hin, dass die Schutzscheibe nicht zwangsläufig die gleichen Sicherheitsstandards wie ein Halo erfüllt: "Man muss sich immer fragen, wogegen will man den Cockpit-Insassen schützen? Es gibt diesbezüglich keine absolute Wahrheit. Man wählt, wogegen man den Fahrer schützen will und dann muss man auch akzeptieren, dass das Schutzsystem gegebenenfalls nicht viel helfen wird – oder nicht so sehr, wie nötig wäre."

"Wir haben selbst verschiedene Tests durchgeführt und der Shield, den wir im vergangenen Jahr in Silverstone getestet haben, bot einen nicht ganz so guten Schutz. Es geht also darum, einen guten Kompromiss zu finden", fügt der Franzose an, und stellt noch einmal klar: "Es ist sehr positiv, dass sich eine so wichtige Serie wie die IndyCar in diesem Bereich engagiert und es besteht diesbezüglich wie gesagt eine enge Zusammenarbeit."

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