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Sebastian Vettel (Ferrari): «Ich habe eine Mission»

​Auch im vierten Jahr mit Ferrari ist das Ziel Weltmeister-Titel verpasst worden. Der Heppenheimer Sebastian Vettel (31) sagt fast ein wenig trotzig: «Aufgeben, das ist für mich keine Option.»

Formel 1

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Das grosse Ziel von Sebastian Vettel: Mit Ferrari Weltmeister werden, so wie es sein Vorbild und Freund Michael Schumacher geschafft hat. Schumi kam 1996 zu Ferrari, aber erst im fünften Anlauf konnte er in Rot seinen dritten Titel erobern, das war im Jahre 2000. Dann begann ein einzigartiger Höhenflug – Michael Schumacher reihte fünf Titel aneinander, seine sieben Weltmeisterschaften sind bis heute unerreicht. Juan Manuel Fangio und Lewis Hamilton haben fünf Titel geschafft.

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Sebastian Vettel brauchte nach vier Titeln mit Red Bull Racing (2010–2013) und einer mässigen Saison 2014 einen Tapetenwechsel. Der Heppenheimer zog zu Ferrari. Seither läuft er erfolglos gegen die Bastion Mercedes-Benz an. 2015 wurde er WM-Dritter hinter Lewis Hamilton und Nico Rosberg, 2016 blieb er in einer schlechten Saison von Ferrari sieglos und wurde lediglich Gesamtvierter. 2018 war zum Abziehbild von 2017: Ferrari hatte gute Momente, aber Lewis Hamilton und Mercedes-Benz fuhren konstanter, der Engländer konnte sich jeweils in Mexiko die Titel Nummer 4 und 5 sichern.

Sebastian Vettel lässt sich nicht beirren: "Ich habe eine Mission hier, ich will noch immer mit Ferrari Weltmeister werden. Klar war Mexiko eine bittere Pille, und wir werden wohl im Winter an der Niederlage zu knabbern haben, aber Aufgeben, das ist für mich keine Option."

Vettel ist nun zum dritten Mal WM-Zweiter geworden – neben 2017 und 2018 erreichte er auch 2009 diesen Schlussrang, im Duell mit dem BrawnGP-Piloten Jenson Button. Seb meint: "Von diesen drei zweiten Rängen war 2009 der schlimmste. Denn letztlich weisst du nie, was das nächste Jahr bringt und ob du nochmals eine solche Chance bekommst. Ich habe in all den Jahren sehr hart gearbeitet, und ich bleibe zuversichtlich, dass der nächste Titel kommt."

Vettel war einer der ersten Gratulanten in Mexiko, nachdem Hamilton seinen Titel sichergestellt hatte. Später schaute der Ferrari-Pilot in der Mercedes-Box vorbei, um Teamchef Toto Wolff und den Ingenieuren zu gratulieren. Für diese sportlichen Gesten hat Vettel sehr viel Anerkennung erhalten. Weltmeister Mika Häkkinen sagte stellvertretend: "Das war ein Zeichen wahrer Grösse."

Für Vettel war das ganz normal: "Es ist nie schön, wenn du dir eine Niederlage eingestehen musst. Aber für mich war es anschliessend ganz normal, den Anderen zu gratulieren, schliesslich respektiere ich meine Gegner. Klar gibt es Wichtigeres auf der Welt als das, was wir auf Rennstrecken machen. Aber für uns Piloten gibt es nichts Wichtigeres. Wenn dann die Konkurrenz einen besseren Job macht, dann ist es nur anständig, wenn man das anerkennt."

Vettel hat noch ein grosses Ziel 2018: Er will, dass Ferrari den Markentitel holt, es wäre der erste Konstrukteurs-Pokal der Italiener seit 2008. "Mexiko hat gezeigt, dass einige Rennen unberechenbar sind. Mercedes hatte da Mühe mit den Reifen, so etwas kann jederzeit wieder passieren. Wir bleiben fokussiert und versuchen, das Beste aus den letzten zwei Grands Prix in Brasilien und Abu Dhabi zu holen."

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