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Toto Wolff über Milliardärs-Söhne: «Das ist absurd»

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat angeprangert, dass es fast nur noch wohlhabenden Familien vorbehalten ist, ihre Sprösslinge Rennkarriere machen zu lassen. Was Mercedes-Teamchef Toto Wolff dazu sagt.

Formel 1

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Aus einfachsten Verhältnissen in der englischen Arbeiterstadt Stevenage zum Formel-1-Rekordchampion und Jetsetter: Lewis Hamilton hat eine Karriere gemacht, die zu den ganz grossen Erfolgsgeschichten gehört, über die Grenzen des Motorsports hinaus. Aber der grosse Champion macht sich Sorgen.

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2020 hat sich Hamilton vermehrt für Chancen-Gleichheit und den Kampf gegen Rassismus eingesetzt. Der 98fache GP-Sieger moniert seit Jahren, dass es junge Fahrer ohne finanzielle Mittel fast nicht mehr schaffen, sich im Rennsport nach oben zu arbeiten. Hamilton betonte vor kurzem in einem Interview mit der spanischen As, dass der Motorsport bald nur noch Reichen und Superreichen vorbehalten sein wird, wenn da nicht endlich etwas passiert.

Lewis Hamilton: "Wir leben in einer Zeit, in welcher dieser Sport zu einem Klub für Milliardärs-Söhne geworden ist. Wenn ich heute aus der Arbeiterklasse anfangen würde, wäre es mir unmöglich, es in die Formel 1 zu schaffen, weil die anderen Jungs so viel mehr Geld haben. Wir müssen das ändern und den Rennsport wieder zugänglicher machen. Es muss Chancengleichheit entstehen zwischen den Reichen und Leuten bescheidener Herkunft."

Ohne Namen zu nennen, ist klar, worauf sich Hamilton bezieht: Die steinreichen Lawrence Stroll, Michael Latifi und Dmitry Mazepin haben enorme Summen investiert, um ihre Sprösslinge Lance, Nicholas und Nikita in die Königsklasse zu bringen – teilweise samt Privat-Testfahrten auf zahlreichen Formel-1-Strecken; bei Stroll damals mit einer Mannschaft von Williams, bei Mazepin mit einer von Mercedes.

Lewis Hamiltons Vater Anthony hingegen musste verschiedene Jobs annehmen, um die Kart-Karriere von Lewis zu finanzieren. Im Alter von 13 Jahren nahm dann McLaren den vielversprechenden Teenager unter Vertrag.

In Monaco ist Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei einer Videokonferenz auf die Kritik von Lewis Hamilton angesprochen worden. Der 49jährige Wiener sagt: "Einer der Gründe, wieso dieser Sport so attraktiv ist – er bietet reichlich Stoff für eine wahre Seifenoper. Fahrer stammten schon immer aus ganz verschiedenen Hintergründen. Ich bin nicht der Ansicht, dass Piloten aus privilegierten Verhältnissen grundsätzlich immer alles leicht haben. Auch die kämpfen gegen Dämonen."

Doch Toto Wolff ist ebenfalls der Überzeugung: Die Kosten in den Nachwuchskategorien sind längst ausgeufert.

Wolff weiter: "Wir müssen eine Situation erzeugen, wonach Einsteiger-Motorsport wieder erschwinglich wird. Es muss möglich sein, dass junge Piloten in Juniorkategorien Erfolg haben können, auch ohne üppige Finanzierung. Eine Saison im Spitzen-Kartsport kostet inzwischen eine Viertel Million, eine Saison in der Formel 4 eine halbe Million, bei der Formel 3 sind wir dann schon bei einer Million. Das ist doch absurd! Wir müssen es möglich machen, dass diese Budgets runterkommen."

Monaco-GP, Monte Carlo

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:38:56,820 h

02. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 9,114 sec

03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 22,117

04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 23,963

05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 51,115

06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 54,045

07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:06,361 min

08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde

09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde

10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde

13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde

14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde

17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

Out

Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Antriebswelle gebrochen *

Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Radmutter

* nicht zum Rennen gestartet

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WM-Stand nach 5 von 23 Rennen

Fahrer

1. Verstappen 105 Punkte

2. Hamilton 101

3. Norris 56

4. Bottas 47

5. Pérez 44

6. Leclerc 40

7. Sainz 38

8. Ricciardo 24

9. Gasly 16

10. Ocon 12

11. Vettel 10

12. Stroll 9

13. Alonso 5

14. Tsunoda 2

15. Giovinazzi 1

16. Räikkönen 0

17. Russell 0

18. Latifi 0

19. Schumacher 0

20. Mazepin 0

Konstrukteure

1. Red Bull Racing 149

2. Mercedes 148

3. McLaren 80

4. Ferrari 78

5. Aston Martin 19

6. AlphaTauri 18

7. Alpine 17

8. Alfa Romeo 1

9. Williams 0

10. Haas 0

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Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

131

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

88

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

4

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

72

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

58

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

48

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

43

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

20

9

Oliver Bearman

MoneyGram Haas F1 Team

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10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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