Neue F4 Germany startet 2027 im Rahmenprogramm der DTM
2027 lebt der traditionsreiche Nachwuchsformelsport in Deutschland neu auf. GEDLICH Racing wird im Rahmenprogramm der DTM eine neue Formel-4-Meisterschaft ausrichten, die F4 Germany.
Eine Plattform für aufstrebende Motorsporttalente in Deutschland kehrt zurück. Die F4 Germany startet 2027 und bietet jungen Fahrern nicht nur eine Plattform, sondern auch Unterstützung durch ein umfangreiches Preisgeldprogramm. Die Serie wird größtenteils im Rahmen der DTM ausgetragen.
Der Veranstalter GEDLICH Racing, bekannt für die Formula Winter Series – eine Formel-4-Meisterschaft, die in den Wintermonaten in Spanien und Portugal ausgetragen wird, hat die DTM-Plattform als Austragungsort für die neue Meisterschaft ins Visier genommen. Stefan Lehner, Leiter der Rennserien bei GEDLICH Racing, erklärte: «Die DTM ist Europas führende Motorsportplattform. Die Möglichkeit, auf einer so hochkarätigen Bühne mit ihren herausragenden Zuschauerzahlen und der großen Medienaufmerksamkeit anzutreten, ist eine enorme Chance für junge Talente und für die Rückkehr des Formelrennsports nach Deutschland. Über den Großteil des Rennkalenders hinweg wird die F4 Germany im Rahmen der DTM auf deren renommierten Rennstrecken fahren. Eine kleine Anzahl weiterer Veranstaltungen wird im Rahmen der ADAC Racing Weekends stattfinden.»
Die F4 Germany ist eine deutsche Meisterschaft, für die GEDLICH Racing und der DMSB die Lizenzierung durch den internationalen Motorsportverband FIA erhalten haben. Dementsprechend werden den Spitzenfahrern der Serie Super-Lizenz-Punkte gutgeschrieben, um ihnen den Weg in die Formel 1 zu ebnen. «Wir sind dankbar für die hervorragende Unterstützung durch den Deutschen Motorsport Bund (DMSB), der gemeinsam mit uns – und in Zusammenarbeit mit der FIA – über einen langen Zeitraum daran gearbeitet hat, diese Vereinbarung zu verwirklichen», sagte Robin Selbach, Geschäftsführer von GEDLICH Racing.
«Mit der FIA-zertifizierten F4 Germany stärken wir den Formelsport in Deutschland. Die Formel 4 stellt einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung junger Fahrer auf ihrem Weg in die Spitzenklasse des Motorsports dar. Wir freuen uns sehr, diesen Prozess gemeinsam mit GEDLICH Racing, der FIA und allen anderen Partnern zu unterstützen, und blicken mit großer Vorfreude auf die Debütsaison dieser neuen Nachwuchsserie», sagte Robin Strycek, DMSB-Vorstandsmitglied für Sport.
«Eine nationale Formel-4-Serie muss vor allem eines stets im Blick behalten: die Förderung junger Talente. In den Wintermonaten sind wir die führende Plattform für junge Fahrer, um sich auf ihre Meisterschaftssaisons vorzubereiten. Mit der F4 Germany gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir unterstützen besonders talentierte Fahrer mit einem Preisgeld von einer halben Million Euro!», so Markus Gedlich, Gründer von GEDLICH Racing. «Dies bietet jungen Fahrern eine echte Chance, in höhere Klassen aufzusteigen, und gibt den Teams gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Verpflichtung junger Talente aus dem Kartsport.»
Die Preisgelder werden in Form von «Prize Gold» vergeben – daher auch der Slogan der F4 Germany: «Race for Gold». Dieses wird von Top G Racing bereitgestellt, einem Partner, der sich auf den umweltfreundlichen Abbau von Gold (ethisches Gold) spezialisiert hat und gleichzeitig als wichtigster kommerzieller Partner der F4 Germany fungiert.
An jedem Rennwochenende finden in der F4 Germany drei Rennen statt, denen jeweils zwei Qualifikationssitzungen vorausgehen, womit die Serie hinsichtlich ihres Wettbewerbsformats in guter internationaler Gesellschaft steht.
Auch in Bezug auf die Reifen – konkret Pirelli – entspricht die Serie internationalen Standards. Stefan Lehner merkt an: «Wir arbeiten schon seit Jahren mit Pirelli zusammen; zwischen GEDLICH Racing und diesem renommierten Hersteller besteht eine langjährige Partnerschaft. Wir freuen uns sehr, Pirelli für die F4 Germany an Bord zu haben und damit internationale Standards auf den deutschen Markt zu bringen.»
Eine Nachwuchsserie ist auf Kostentransparenz und -kontrolle angewiesen. Um zu verhindern, dass die Kosten – insbesondere für Testfahrten – außer Kontrolle geraten, schreibt die F4 Germany einen festen Testplan vor. Bis zu 20 Testtage werden über die Saison verteilt, darunter zwei Tests vor Saisonbeginn. Bei den meisten Rennveranstaltungen findet am Donnerstag ein Test statt, zusätzlich zu gemeinsamen Tests auf den für die Saison relevanten Rennstrecken.
Um einen zuverlässigen technischen Betrieb zu gewährleisten, wird auf bewährte Partner zurückgegriffen. Die Vorschriften schreiben den Einsatz von Formel-4-Fahrzeugen der neuesten Generation mit Tatuus-Chassis vor, außerdem kommt der bewährte Abarth-Motor von ATM zum Einsatz. Der technische Partner ATM wird vor Ort sein, um sicherzustellen, dass alles gemäß den technischen Vorgaben abläuft, und auch Tatuus wird vor Ort sein, um die Ersatzteilversorgung zu gewährleisten. Erfahrene Rennkommissare sorgen für technische Gleichheit, da in der F4 Germany vor allem das Talent der Fahrer der entscheidende Faktor sein soll.
Die F4 Germany spricht von sieben Veranstaltungen, die zwischen April und September stattfinden sollen.
Folgende Strecken sollen im Kalender der Serie stehen:
Hockenheimring
Spa-Francorchamps/Red Bull Ring/Zandvoort (TBC)
Lausitzring
Norisring
Oschersleben
Nürburgring
Sachsenring
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