Max Verstappen über Folgeschäden: «Meine Wirbelsäule sieht nicht schön aus»
Der vierfache Formel-1-Champion Max Verstappen hat den welligen Pistenbelag des Circuit of the Americas hart kritisiert. Der Niederländer sagt in Texas, was die Fahrer alles aushalten müssen.
Max Verstappen ist nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch nicht in Bezug auf die berüchtigen Bodenwellen des Circuit of the Americas (COTA).
Der 29-jährige Niederländer hat gesagt: «Gut, diese Wellen gehören zur Strecke, und es wird immer wieder gesagt, dass habe halt mit dem Marschland als Untergrund zu tun, der Boden sei ständig in Bewegung. Aber sorry, das darf keine Ausrede sein, ich finde das inakzeptabel.»
Der 73-fache GP-Sieger hat ausführlich dargelegt, welchen Strapazen die Fahrer auf dem COTA-Waschbrett ausgesetzt sind.
Verstappen räumt mit dem Märchen auf, die 2026er Autos seien angenehmer zu fahren als die Flügelautos von 2022 bis Ende 2025: «Das stimmt nicht. Es ist eher noch schlimmer geworden, weil wir in Kurven sehr niedrige Fahrhöhen haben, da wir auf den Geraden den so genannten Straight-Modus haben, wo das Auto hochgeht. An den meisten Stellen, besonders beim Bremsen, setzt man tatsächlich mehr auf als zuvor, weil die meisten Unebenheiten beim Bremsen oder in der Kurve sind, nicht auf den Geraden.»
«Ich liebe diese Strecke hier. Ich liebe diesen Ort. Das ist eines der besten Pisten-Layouts überhaupt, und es ist eine der besten Städte, in denen wir mit der Formel 1 sein können. Aber wenn hier an der Bahn gewisse Stellen abgeschliffen werden, dann ist das nur ein Heftpflaster auf eine klaffende Wunde. Da muss man anders vorgehen.»
«Das bedeutet natürlich, dass sie die Strecke vollständig öffnen müssten. Und das kostet viel Geld und Zeit, aber ehrlich gesagt, das ist der einzige Weg, die Buckel loszuwerden, denn diese Unebenheiten sind nicht natürlich und sie sind ausser Kontrolle geraten.»
«Letztes Jahr zum Beispiel zieht man in einer Kurve etwa 5G oder 6G, aber ich hatte einige Stösse vertikaler Belastung, die mit über 9G auf meine Wirbelsäule gingen, was wirklich kein Spass ist.»
«Und besonders je älter du wirst, desto mehr denkst du über so etwas nach. Bei den heutigen Autos, besonders beim Bremsen, schlägt man viel härter auf, weil die Flügel schliessen und die Bodenfreiheit sinkt, so ist das beim Bremsen ein sehr stressiger Moment.»
«Es ist wirklich nicht schön, und manchmal verstehen die Leute das nicht. Aber ich kann sagen, dass die Üntersuchungen, die ich regelmässig an meiner Wirbelsäule durchführen lasse, am unteren Ende nicht so toll aussehen.»
«Ich weiss, dass das zum Rennsport dazugehört. Ich weiss, dass das Teil des Sports sein kann, dass der Körper leidet, aber es ist natürlich auch weiterer Schaden durch die Autos, die wir in den letzten Jahren hatten.
«Wenn wir diese Pille weiterhin schlucken, mit solchen Wellen zu fahren, dann werdet die kommenden Fahrer noch viel mehr darunter leiden.»
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