Dreimal Fireblade: Hondas neue CBR1000RR-R-Generation für die Saison 2027
Für das Modelljahr 2027 präsentiert Honda auf der EICMA die neue CBR1000RR-R Fireblade. Diese kommt in gleich drei Versionen, das Topmodell «HRC Works Edition» bildet die Basis für die WSBK-Maschine.
Fast 20 ist es her, dass zuletzt ein Honda-Pilot in der Superbike-WM triumphieren konnte – James Toseland war das im Jahr 2007. In der diesjährigen Saison war der bestplatzierte Fireblade-Dompteuer, der Brite Jake Dixon, auf Rang 19 der Gesamtwertung zu finden. Dass die Japaner ihren Rückstand auf die Klassenkonkurrenz im Jahr 2027 mithilfe eines neuen Homologationsmodells verkürzen wollen, war seit Ende Oktober ein offenes Geheimnis. SPEEDWEEK.com hatte darüber bereits berichtet. Honda nutzt die dieser Tage stattfindende Motorrad-Leitmesse EICMA in Mailand, um das Serienmotorrad auf öffentlicher Bühne zu präsentieren und das heißt weiterhin CBR1000RR-R Fireblade.
Die neue Fireblade verfüge über einen «völlig neuen Aluminiumrahmen», der laut Honda über eine überarbeitete Steifigkeitsbalance und eine andere Lenkgeometrie verfüge. In der neuen Gabelbrücke stecken 43-mm-Showa-Big-Piston-Fork-Gabeln, während neue Leichtbauräder, 330-mm-Bremsscheiben vorn und Nissin-Bremssättel die ungefederte Masse reduzieren. Der mittragende Reihenvierzylinder leistet 218 PS und auch er soll grundlegend überarbeitet worden sein: Neue Nockensteuerung, Einstellmöglichkeiten für das Nockenzahnrad sowie ein überarbeiteter Ventiltrieb, überarbeitete Kolbenböden und Brennräume mit höherem Verdichtungsverhältnis sollen eine konstant hohe Leistungsabgabe ebenso sicherstellen, wie die zweistufig variablen Lufteinlässe.
Nettes Detail: Um den Leichtbau sichtbar zu machen, verzichtet Honda beim Tank der CBR1000RR-R auf eine Kunststoffabdeckung – das aus Titan gefertigte Bauteil liegt künftig frei. Stichwort Leichtbau: Auch Motorabdeckungen aus Magnesium und Aluminiumschrauben sollen Gewicht einsparen, gleiches soll für die Kurbelgehäuse gelten. Wie viel genau Honda damit einspart, bleibt Honda noch schuldig.
Die Ingenieure in Tokio hätten sich «klar auf die Anforderungen der Superbike-WM konzentriert», lässt Honda in einer offiziellen Mitteilung zur Präsentation des Superbikes verlauten. Anders als die Konkurrenz von BMW und Ducati bei M1000 RR und Panigale V4R soll die CBR1000RR-R künftig trotzdem ihre «Eignung als Straßenmotorrad bewahren.»
Erhältlich ist die Fireblade als Standardvariante, «SP» und als «HRC Works Edition». Letztere bildet die Spitze der Baureihe. Die Works Edition ist zudem die Homologationsbasis für das künftige WSBK-Wettbewerbsmotorrad und teilt sich Rahmen, Motor sowie die gleichen aerodynamischen Verbesserungen mit der «SP». Erweitert wird das Ganze um einstellbare Geometrien von Lenkkopf und Schwingendrehpunkt, eine mechanische Öhlins-Rennfederung, Einzelsitzkonfiguration und eine CFK-Flügelstruktur mit zwei Elementen.
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