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Nürburgring: Die Bagger kommen – Lauf 3 Europe League plus Doppelstarter
Wenn ab Morgen das Euro Moto Wochenende Nummer 6 auf dem Nürburgring mit einem Extra-Testtag losgeht, sind auch einige Gäste mit am Start. Andere suchen ihr Glück in der Ferne.
In der Euro Moto schauen am kommenden Wochenende ein paar illustre Gäste vorbei, die man aus der MotoGP und der WorldSBK kennt. Andere performen auf der Insel oder dürfen sich auf eine Reise nach Brasilien freuen.
Seine Karriere hat der 1978 geboren Spanier Ruben Xaus in der WM-Abteilung schon länger hinter sich. Doch als Mitinitiator der Europäischen Bagger League fährt er mit seinem eigenen Team gleich selbst mit. Der Mann aus Barcelona ist mit einer Harley Davidson unterwegs und wird auch am Nürburgring am Start stehen. In seiner Zeit in der Supersport-WM fuhr Xaus vier Mal von der Pole-Position los, holte zwei Siege, vier zweite Plätze und wurde einmal Dritter. In der Superbike-WM, in der er bis zum Jahr 2011 unterwegs war, fuhr er insgesamt 215 Rennen, holte im Jahr 2003 seine einzige Superbike-Pole (Imola) und gewann elf Rennen. Dazu kamen 13 zweite Plätze und elf Mal wurde er Dritter. Auch wenn Xaus gegen Ende seiner Karriere mit Honda und BMW verbandelt war, ist sein Name fest mit Ducati verbunden. Mit den Zweizylinder-Bikes aus Bologna kam Xaus einfach am besten zurecht, 2003 wurde er als Werksfahrer Vizeweltmeister. In den Jahren 2004 und 2005 fuhr der Spanier mit in der MotoGP. Mit einer Desmodici GP3 erreichte er in Katar 2004 als Dritter seinen einzigen Podiumsplatz.
Am 19. September 2026 wird der Brite James Ellison seinen 46. Geburtstag feiern. Zur Einstimmung startet er beim Euro Moto Event auf dem Nürburgring in der Bagger European League. Die Liste seiner Erfolge ist lang: Zwei Europameistertitel in der Superstock-Klasse, Weltmeister bei der Langstrecke und zahlreiche Erfolge in der Supersport-WM, der Superbike-WM, der MotoGP und zuletzt in der US-Serie AMA. «James wird an der Seite von Ruben Xaus fahren, der das Team fachmännisch leitet, wenn es auf der legendären deutschen Rennstrecke an ein sicherlich spannendes Rennwochenende geht», erklärt das Team HSO Racing. «James wird auch zum Finale der Meisterschaft in Jerez zurückkehren – damit stellt er sich zwei sehr unterschiedlichen Rennstrecken und erhält eine weitere Gelegenheit, die stetig wachsende Welt des Bagger-Rennsports zu erleben. Von der MotoGP und der BSB bis hin zur European Baggers Championship 2026, ein neues Kapitel beginnt.»
Die FIM Intercontinental Games wurden erstmals 2024 in Jerez veranstaltet. Nach einem Jahr Pause finden die Intercontinental Games 2026 vom 11. bis 13. Dezember im brasilianischen Goiânia auf dem Autódromo Internacional Ayrton Senna statt. Für die Rundstrecke sind zwei Disziplinen vorgesehen – die Supersport-300 und Supersport. Yamaha fungiert als Partner und stellt identische R3 und R7 zur Verfügung. Jeder Verband nominiert für jede Klasse jeweils vier Fahrer, wobei mindestens eine Frau berücksichtigt werden muss. Sechs Teams mit je acht Fahrern ergeben 48 Piloten, die je Kategorie Trainings und Qualifyings sowie zwei Rennen absolvieren werden. Es handelt sich also um ein vollwertiges Rennwochenende. Titelverteidiger ist das Team von FIM Europe. Damals war aus Deutschland Valentin Folger dabei. In diesem Jahr wurde für das Team aus Europa auch die deutsche Nachwuchshoffnung Fynn Kratochwil nominiert. Als Gewinner des Northern Talent Cup 2025 fährt der 16-jährige Thüringer in diesem Jahr im Red Bull Rookies Cup.
Nach drei Jahren Abstinenz kehrt die WM-Pilotin Lucy Michel mit ihrem Teamchef Stefan Laux, der in der IDM Supersport jahrelange Sarah Heide betreut hat, für ein Rennen in die Euro Moto zurück. Die Frauen-WM, die ihre Rennen im Rahmen der Superbike-WM austrägt, hat satte drei Monate Pause. Nach dem Donington Rennen Mitte Juli geht es für die Meisterschaft erst vom 16. bis 18. Oktober in Jerez weiter. Um nicht aus der Übung zu kommen, wird Michel bei der Euro Moto Sportbike antreten. Bereits 2020 sammelte sie bei der IDM ihre ersten Erfahrungen, 2021 folgte ihre erste komplette Saison. Nach einem Jahr, welches sie in ihre Ausbildung zur Röntgen-Assistentin investierte, einem Beruf, in dem sie nach bestandener Prüfung nach wie vor und neben ihren WM-Einsätzen tätig ist, kehrte sie 2023 in die IDM zurück und ging damals ebenfalls für TSL Racing an den Start. Seit dem ist sie auf der internationalen Bühne unterwegs. In der WM rangiert sie aktuell mit sieben Punkte auf Platz 22.
In Assen hatte der niederländische WM-Pilot Jeffrey Buis der Euro Moto Sportbike mit seiner Suzuki einen Besuch abgestattet. In Erinnerung wird auf jeden Fall die erste Runde in Rennen 1 bei seinem Auftritt in der Heimat bleiben, bei der er in der ersten Runde von ganz hinten durch das gesamte Feld gepflügt war und sich an der Spitze breitgemacht hatte. Pech hatte der Niederländer in Rennen 2, als er dem Motorrad des vor ihm gestürzten Jakob Rosenthaler nicht ausweichen konnte und ebenfalls stürzte. Nach einem kurzen Besuch im Krankenhaus erklärte sein Team Wixx Racing, dass soweit alles okay sei. Dennoch steht Buis am Donnerstag dieser Woche noch ein Arzt-Besuch bevor. Vor dem anstehenden WM-Einsatz in Frankreich muss ihn der Rennarzt noch für fit erklären.
Für den viermaligen IDM Superbike-Meister Ilya Mikhalchik ging es im britischen Cadwell Park zum nächsten Einsatz in der Britischen Superbike Meisterschaft BSB. «Eine weitere Woche voller Fortschritte auf einer wirklich anspruchsvollen und besonderen Strecke», meinte er anschließend. «Im Training hatten wir ein paar kleine Probleme mit dem Motorrad, was uns einige Runden auf trockener Strecke und die Chance gekostet hat, mehr über diesen Ort zu lernen. Außerdem bin ich durch die Superpole gefahren, wo es nur eine Runde gab. Die eigentliche Arbeit lag also in den Rennen. Ich habe viel mit dem Motorrad experimentiert und in jedem Rennen Fortschritte gemacht. Ich freue mich, im letzten Rennen gegen die besten Motorräder und schnellen Fahrer anzutreten, die die Strecke im Vergleich zu mir sehr gut kennen. In einigen Bereichen gibt es noch einiges zu lernen, aber insgesamt haben wir diese Woche mit unserem Paket das Maximum herausgeholt. Jetzt stehen zwei Wochen Pause an, und dann geht es nach Assen zum Showdown. Danke an das Team IWR und für den besonderen Helm von meiner Liebsten Milana Pushnia. Rennen 1 – P10, Rennen 2 – P13 und Rennen 3 – P10.»
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