Euro Moto Supersport
Euro Moto Supersport: Titelkampf zwischen Geiger und Blin spitzt sich zu
Mit Milan Merckelbagh wagt auch der Euro Moto Superbiker den Ritt mit einer Harley Davidson um den Nürburgring. Auch internationale Prominenz kommt in die Eifel.
Erstmals wird am kommenden Wochenende im Rahmen der Euro Moto auf dem Nürburgring auch die Bagger Racing League dabei sein und zwei Rennen, eines am Samstag und eines am Sonntag, austragen. In den USA gibt es den Bagger-Trend schon länger und da man es jenseits des großen Teichs gerne eine Nummer größer mag, kürte man dort gleich den King of the Bagger. In Rahmen der MotoGP gibt es aktuell den Bagger World Cup.
Am Nürburgring kann man sich nun den europäischen Bagger-Cup aus der Nähe anschauen. Nach den Rennen in Cremona und Brünn ist der Nürburgring die dritte von vier Stationen der Serie. Das Finale findet am 31.10/01.11.2026 im spanischen Jerez statt. «Für die deutsche Runde wird das Teilnehmerfeld durch neue Fahrer auf internationalem Niveau, wichtige Rückkehrer und neue Harley-Davidson-Motorräder, die vor ihrem Debüt stehen, zusätzlich verstärkt», versichern die Ausrichter des Bagger-Rennens. «James Ellison und Maurizio Vettor starten auf zwei neuen Harley-Davidson. James Ellison bringt eine außergewöhnliche internationale Karriere in die Bagger Racing League ein, die er sich in mehr als zwanzig Jahren Motorsport auf höchstem Niveau aufgebaut hat. 2000 und 2001 wurde er Europameister in der Superstock 1000, 2003 gewann er den Endurance-Weltmeistertitel. Ab 2004 fuhr er außerdem in der MotoGP für WCM, Tech3 Yamaha und Paul Bird Motorsport und sammelte darüber hinaus umfangreiche Erfahrung in der British Superbike Championship, der Superbike-Weltmeisterschaft und der Supersport-Weltmeisterschaft.»
«Der Portugies André Pires kehrt auf einer Ducati ins Renngeschehen zurück», zählen die Verantwortlichen auf. «2011 wurde er portugiesischer Meister in der 125-GP-Klasse, 2012 Superstock-600-Meister und 2014 Superbike-Meister. Seine Karriere umfasst zudem Starts bei einigen der berühmtesten Motorradrennen der Welt, darunter der Macau Grand Prix und die Tourist Trophy auf der Isle of Man. 2021 fuhr er außerdem im MotoE World Cup für das Team Avintia Esponsorama.»
Für Milan Merckelbagh wird es ein besonders intensives Wochenende. Nachdem der bereits in Cremona in der BRL auf seiner Harley-Davidson angetreten war, wird der niederländischer Superbike-Meister von 2024 erneut zum Bagger greifen. Neben seinem Hauptjob in der Euro Moto Superbike, wo er für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW antritt. Bei seiner Bagger-Premiere in Cremona war Merckelbagh beide Male als Vierter ins Ziel gekommen.
Milan, was ist der Grund für deinen zweite Bagger-Einsatz? «Zunächst einmal hatte ich bei meinem ersten Bagger-Rennen in Italien wirklich viel Spaß. Die Maschinen sind ganz anders und es hat Spaß gemacht, sie auszuprobieren. Jetzt hat mich das Team erneut gebeten, zu fahren.»
Was wird die größte Herausforderung sein, wenn du von einem Motorrad auf das andere umsteigst? «Insgesamt fällt es mir leicht, meinen Fahrstil und mein Gefühl schnell an verschiedene Motorräder anzupassen, da ich das auch tue, wenn ich in der EWC auf die Suzuki steige.»
Machst du das nur zum Spaß, oder kannst du dir vorstellen, dass dies Teil deiner Zukunft sein wird? «Natürlich kann es manchmal schwierig sein, das mit der Superbike-Saison zu vereinbaren, aber meine Priorität liegt ganz klar bei der Superbike. Ich denke, es wird Spaß machen, und ich kann noch nicht viel über die Zukunft in dieser Klasse sagen, aber wir werden sehen, wie es läuft.»
Der Wettbewerb wurde 2025 auf Initiative des ehemaligen WorldSBK-Fahrers Ruben Xaus ins Leben gerufen und wird unter der Schirmherrschaft der FIM Europe organisiert. Das Reglement lässt verschiedene Marken und Modelle zu. Neben den bekannten Modellen Harley-Davidson Street Glide, Road Glide, Road King und Ultra sind unter anderem die BMW R18, Honda Goldwing, Kawasaki VN Voyager, Suzuki Intruder, Yamaha Star Cruiser, Moto Guzzi MGX 21 und California, Triumph Rocket, Ducati Diavel V2 sowie Motorräder von WYCHE zugelassen. Im Premierenjahr wurde der Cup vom Italiener Manuel Grandi gewonnen.
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