Triumph Tiger 1200: mehr Touring, mehr Hightech, weniger Offroad
Triumph hat die neue Generation der Tiger 1200 enthüllt: Mit mehr Leistung, Räder in 19/17-Zoll für alle Varianten, modernster Radartechnologie und dem neuesten semiaktiven Fahrwerk von Showa.
Herzstück der Großenduro bleibt der charakterstarke 1200er Dreizylinder mit der unregelmässigen Zündfolge 0°-180°-450°-720°, von Triumph T-Plane genannt. Dessen Leistung wurde für die neue Modellgeneration um 8 PS auf nunmehr 158 PS bei 9250/min gesteigert. Das maximale Drehmoment von 130 Nm liegt bei 6750/min an.
Dank eines neu gestalteten Zylinderkopfs, leichteren Ventilen, optimierten Kolben und einer verfeinerten Ausgleichswelle läuft der Motor nicht nur kultivierter, sondern liefert auch im unteren Drehzahlbereich mehr Druck. Kürzere Übersetzungen in den ersten drei Gängen und eine um 6 km/h abgesenkte Kriechgeschwindigkeit im ersten Gang erleichtern das Manövrieren und das Fahren im zähflüssigen Stadtverkehr spürbar. Überarbeitete Getriebe- und Kardanantriebs-Komponenten runden die mechanische Verfeinerung ab.
Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft das Fahrwerk und die Radkonfiguration: Alle vier Varianten – GT Pro, Rally Pro, GT Explorer und Rally Explorer – rollen einheitlich auf einer Kombination aus 19-Zoll-Vorderrad und 17-Zoll-Hinterrad mit jeweils 200 mm Federweg. Während die GT-Modelle auf sportlich-leichte Gussräder vertrauen, rollen die Rally-Ableger auf robusteren Speichenrädern.
Triumph versprach im Vorfeld das modernste Fahrwerk der Triumph Palette. Damit ist das semiaktive Showa Eera Heightflex-System gemeint, das derzeit modernste Fahrwerk aus dem Hause Showa, mit dem als erste Motorräder weltweit alle Varianten der Triumph Tiger 1200 des 2027er Jahrgangs ausgerüstet sind. Über eine eigene Taste lassen sich drei Fahrwerksabstimmungen anwählen: Firm, Medium und Soft (straff, mittel weich). Selbstverständlich wird die Federvorspannung des Zentralfederbeins an den Beladungszustand angepasst, damit die Fahrgeometrie immer stimmt. Dazu gibt es eine automatische Fahrhöhenabsenkung, bei der das System die Sitzhöhe beim Anhalten eigenständig um 30 mm absenkt. In Kombination mit dem optional erhältlichen niedrigsten Sattel lässt sich die Sitzhöhe im Sand auf 790 mm absenken. Damit ist die Reiseenduro im Stand nicht mehr höher als ein Strassenmotorrad. Weiter wird das Aufbocken auf den Hauptständer wird durch eine temporäre Vorspannungserhöhung namens Centre Stand Assist massiv erleichtert.
Die Triumph Tiger 1200 ist ausgerüstet mit dem Bosch ARAS-Fahrerassistenzsystem mit Front- und Heckradar. Neben einem adaptiven Tempomaten mit Kurven- und Gruppenfahr-Assistent umfasst das Paket auch Totwinkelwarner, Abstandswarnung, einen Notbremsassistenten sowie eine Vorwärtskollisionswarnung mit haptischem Feedback über das Bremspedal.
Die Schnittstelle zum Fahrer bildet ein neuer 7 Zoll grosser TFT-Touchscreen, der drahtloses Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. Damit lässt sich das Smartphone-Display auf den Touchscreen spiegeln und zur Navigation, Kommunikation und Medienwiedergabe nutzen. Ergänzt wird dies durch ein im Tank integriertes, gekühltes und wasserdichtes Staufach mit USB-C-Schnellladeanschluss.
Das neue Design macht die 1200er Tiger schlanker und integriert adaptives LED-Kurvenlicht. Bei den Modellen differenziert Triumph zwischen den Pro-Varianten mit einem 20-Liter-Tank und den langstreckentauglichen Explorer-Ausführungen, die ein Tankvolumen von 30 Litern, ein Reifendruckkontrollsystem, einen breiteren Lenker sowie umfangreiche Motorschutzbügel mitbringen.
Für die adäquate Verzögerung sorgen nach wie vor edle Brembo Stylema Monoblock-Bremszangen im Zusammenspiel mit einer Magura Radialbremspumpe. Beibehalten wird auch die Tri-Link genannte Schwingenkonstruktion mit integriertem Kardanantrieb, welche die Kardanmomente minimiert.
Großzügige Wartungsintervalle von 16.000 km beziehungsweise 12 Monaten unterstreichen den Touringanspruch des neuen britischen Reiseenduro-Flaggschiffs, wohingegen der Anspruch an die Offroad-Tauglichkeit mit dem 19er Vorderrad und Gewichten von 250 bis 268 kg ohne optionales Zubehör eher in den Hintergrund tritt.
Die ab sofort bestellbaren Modelle starten mit der Tiger 1200 GT Pro mit 21.395 €, die Teuerste Variante 1200 Rally Explorer steht mit 23.995 € in der Preisliste. Die Preisspanne in der Schweiz geht von Fr. 22.695.- bis Fr. 24.995.-, in Österreich von 23.695 € bis 26.495 €, wobei die Auslieferungen an die Händler im Dezember 2026 beginnen.
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