Neuer Kurs für Husqvarna und GasGas: Die EICMA-Neuheiten der KTM-Gruppe
Straßen- und Offroad-Sport und die dazu passenden Produkte: So stellt sich KTM im Jahr 2026 seine EICMA-Rückkehr vor. Dazu: Erstmals gibt es einen Ausblick in die Zukunft von Husqvarna und GasGas
Die EICMA ist die Leitmesse der Motorradindustrie. Jeder Hersteller, der etwas auf sich hält, schlägt Anfang November seine Zelte auf dem Messegelände im Mailänder Vorort Rho auf. Nach einjähriger Abstinenz ist auch die KTM-Gruppe wieder mit einem großen Auftritt in Mailand vertreten. Zudem: Auch die Schwestermarken Husqvarna und GasGas werden auf dem Mailänder Messegelände präsent sein.
Zu Husqvarna und GasGas gab es seitens KTM nach Abschluss der Restrukturierungsphase im letzten Jahr nur spärliche öffentliche Verlautbarungen: der Kurs der Stammmarke KTM hatte klare Priorität. Eine eigene Strategie für GasGas und Husqvarna benötige «gründliche Marktforschung». Eine Entscheidung dazu solle «fakten- und datengetrieben sein», so die Worte von KTM-CEO Gottfried Neumeister im Sommer 2025 gegenüber dem englischen Motorradjournalisten Adam Child.
Dass eine Entscheidung über die künftige Ausrichtung der Marken nun getroffen wurde, legen die Mitteilungen der Marken bezüglich ihres EICMA-Auftritts nahe. Für GasGas habe man «eine klare Richtung», wie sich CCO Stephan Reiff in einer offiziellen Aussendung zitieren ließ. Die Mitteilung schreibt der spanischen Marke die «Rolle als Einstiegspunkt» für die Offroad-Produkte der KTM-Markengruppe zu. GasGas-Straßenmodelle dürften künftig also nicht zum Portfolio zählen, stattdessen ist ein klares Profil zu erwarten.
Auch Husqvarna nutzt die Mailänder Messe, um einen Ausblick in die Markenzukunft zu geben, die austroschwedische Marke lässt sich jedoch noch nicht in die Karten blicken. Von einem «klaren Bekenntnis zu Innovation, Design und technologischem Fortschritt» ist in einer Firmenaussendung die Rede. Einen «exklusiven Vorgeschmack auf neue Modelle» und «Einblicke in die Pläne und Visionen der Marke für 2027 und darüber hinaus» wolle man geben. Denkbar, dass es sich bei dem Vorgeschmack um Serienmodelle und zusätzlich um eine oder mehrere Konzeptstudien handelt.
Die Stammmarke KTM selbst möchte den Fokus ihres EICMA-Auftritts laut eigener Aussendung mit „Fokus auf den Offroad-Bereich“ gestalten und «neue Entwicklungen» in diesem Segment in den Mittelpunkt rücken. Die Mattighofener sprechen davon, eine «Überraschung aus dem Offroad-Portfolio» bereithalten zu wollen. Die neue EXC-Familie steht bei KTM kurz vor der Serienreife. Die Marke ist Marktführer im Offroad-Bereich und macht rund die Hälfte seines Umsatzes in diesem Bereich. Im Segment der Straßenmotorräder steht die kürzlich vorgestellte 690 Rallye ebenso im Rampenlicht wie die neue Generation der 790 Duke. Auch die 1390 Super Duke GT in Versionen mit manuell einstellbarem und mit semiaktivem Fahrwerk stehen vor dem Verkaufsstart: Der Hochleistungs-Sporttourer war im Rahmen des Produktionsneustarts im letzten Jahr auf das Modelljahr 2027 verschoben worden.
Dazu kündigten die Inntaler, neben neuen Farbvarianten, Feinschliff für die 1390 Super Duke R an. Auch das Motorsport-Engagement der Inntaler soll ein Schwerpunkt des KTM-Auftritts in Mailand sein. Im Zuge dessen soll dem Publikum auch das Rallye-Team der Österreicher für 2027 präsentiert werden.
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