KTM: Sehr gute Quartalszahlen – Konzernumsatz übersteigt Milliarden-Grenze
Die Bajaj Mobility AG hat in den ersten neun Monaten 136.363 Motorräder der Marken KTM, Husqvarna und GASGAS verkauft. Am 3. November präsentierte das Unternehmen die Zahlen des dritten Quartals 2026.
Die Bajaj Mobility AG knüpfte im dritten Quartal 2026 an die positive Entwicklung des Vorquartals an und verbesserte ihre Profitabilität weiter. Nach der Rückkehr zu einem positiven EBITDA im ersten Quartal 2026 und einem positiven EBIT im zweiten Quartal 2026 setzte die Gruppe ihre erfreuliche Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2026 fort.
So erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) um rund 10 Millionen Euro im Vergleich zum zweiten Quartal auf EUR 11,3 Mio. und erreichte damit den höchsten Quartalswert seit Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen. Auch die EBITDA-Marge legte weiter zu und stieg auf 11,6 Prozent (nach -17,2 Prozent im Q3/25).
Das Motorradgeschäft setzte seine positive Entwicklung im dritten Quartal 2026 fort und verzeichnete deutliche Zuwächse bei Umsatz und Absatz. Der Motorrad-Absatz stieg im Vergleich zum dritten Quartal im Vorjahr um 51,1 Prozent auf 47.390 Einheiten. Der Motorrad-Umsatz der Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS stieg sogar um 84 Prozent auf 288,3 Mio. Euro – nach 156,6 Mio. Euro im Q3 des Jahres 2025. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahres-Q3 um 57 Prozent auf 351,1 Mio. Euro (2025 waren es im dritten Quartal noch 223,6 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten 2026 belief sich der Konzernumsatz auf 1.052,5 Mio. Euro.
Bislang 75 Prozent mehr Motorräder verkauft als 2025
Auch auf Neun-Monats-Sicht setzte sich die positive Entwicklung in diesem Jahr fort. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 136.363 Motorräder der Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS verkauft, was einem Anstieg von 75,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (77.748 Einheiten) entspricht. Noch stärker entwickelte sich der Motorrad-Umsatz, der sich im gleichen Zeitraum nahezu verdoppelte und 867,9 Mio. Euro erreichte – nach dem Q3 2025 waren es 434,4 Mio. Euro. Zusätzlich wurden in Indien 91.704 Motorräder direkt durch Bajaj verkauft (55.427 Einheiten waren es nach dem Q3 im Vorjahr). Damit belief sich der weltweite Motorradabsatz der Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS nach den ersten drei Quartalen auf insgesamt 228.067 Einheiten (133.175 Einheiten nach dem Q3 2025).
«Die Ergebnisse des dritten Quartals bestätigen die Stärke unserer Marken und unseres Produktportfolios», betonte CEO Gottfried Neumeister. «Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne: Mit neuen Modellen, einer wegweisenden Technologiepremiere auf der EICMA und einem klaren Fokus auf Innovation investieren wir konsequent in die Zukunft des Motorradfahrens. Unser Ziel ist es nicht nur, unsere Marktposition weiter auszubauen, sondern die technologische Entwicklung unserer Branche aktiv mitzugestalten.»
Nach der erfolgreichen Bestandsreduktion in den Vorquartalen blieben die weltweiten Motorradbestände innerhalb der Gruppe sowie bei Händlern und Importeuren auch im dritten Quartal auf einem nachhaltig effizienten Niveau stabil.
Personalabbau wurde abgeschlossen
Trotz des deutlichen Umsatzwachstums reduzierte die Bajaj Mobility AG ihre Overheadkosten im Neun-Monats-Vergleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (exkl. Sanierungsgewinn und Entkonsolidierungseffekt MV Agusta) um 96,9 Mio. auf 255,1 Mio. Euro. Dazu trugen insbesondere Einsparungen bei den Verwaltungs- und Infrastrukturkosten sowie niedrigere Vertriebs- und Marketingaufwendungen bei. Der im ersten Quartal eingeleitete Personalabbau wurde im dritten Quartal vollständig abgeschlossen; zusätzlich wurden die Gesellschafts- und Organisationsstrukturen weiter verschlankt.
«Nach dem ersten positiven operativen EBIT im zweiten Quartal 2026 konnten wir die Profitabilität im dritten Quartal nochmals deutlich steigern», meinte CFO Petra Preining. «Gleichzeitig haben wir unsere Kostenstruktur weiter verbessert und die Lagerbestände auf einem nachhaltig effizienten Niveau gehalten. Diese Entwicklung bestätigt, dass wir die richtigen Maßnahmen umgesetzt haben und auf einem soliden finanziellen Fundament aufbauen können.»
Weitere Investitionen in Brasilien
Mit der Eröffnung des neuen KTM-Werks in Manaus am 14. Oktober 2026 stärkt die Bajaj Mobility AG ihre Präsenz in einem der bedeutendsten Motorradmärkte Lateinamerikas. Der Standort ist das erste vollständig KTM-eigene Montagewerk außerhalb Österreichs und umfasst sowohl Fahrzeug- als auch Motorenmontage. Im Einschichtbetrieb ist das Werk auf rund 10.000 Motorräder pro Jahr ausgelegt. Gefertigt wird ausschließlich für den brasilianischen Markt; die Produktion am österreichischen Standort Mattighofen bleibt davon unberührt. KTM hat bislang rund 3 Mio. Euro in den Standort investiert, weitere rund 2 Mio. Euro sind für 2027 und 2028 vorgesehen.
Für das weitere Geschäftsjahr liege der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und der Verbesserung des Free Cashflows. Dazu würde die Bajaj Mobility AG die Kosten- und Organisationsstrukturen weiter optimieren, den Fokus auf die Steuerung des Produkt- und Projektportfolios legen und die Lagerbestände auf einem nachhaltig effizienten Niveau halten. Das Management würde zugleich die geopolitischen und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie mögliche Änderungen der Handels- und Zollregelungen. Abweichungen bei der Nachfrage oder Einschränkungen in den Lieferketten könnten die weitere Entwicklung beeinflussen.
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