Toyota baut WM-Engagement aus: Zwei Autotypen mit sechs Fahrern am Start
Der japanische Hersteller setzt mit zwei Teams mit der Celica Rally1 und dem Yaris Rally1 unterschiedliche Modelle ein. Die Ex-Weltmeister Tänak und Rovanperä geben mit Toyota ihr WM-Comeback.
Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team (TGR-WRT) wird 2027 zwei eigenständige Mannschaften mit zwei verschiedenen Fahrzeugen an den Start bringen. Die beiden gleichberechtigten Teams treten als Toyota Racing sowie als Gazoo Racing Toyota an.
Toyota Racing setzt den GR Celica Rally1 und bringt somit einen legendären Namen in seinem Rallye-Engagement zurück. Das Schwesterteam Gazoo Racing Toyota wird mit dem nach dem neuen WM-Reglement aufgebauten GR Yaris Rally1 starten.
Angeführt wird das Team 2027 von dem frisch gekürten Weltmeistern Elfyn Evans und Scott Martin. Das erfahrene und stets konstante walisisch-englische Team geht in seine achte vollen Saison in Folge mit dem Team. Niemand hat in der langen Rallye-WM-Geschichte von Toyota mehr Rallyes für die Marke bestritten. Nach fünf Vizetiteln holten die beiden in diesem Jahr ihren ersten WM-Titel.
Teamkollegen sind der Schwede Oliver Solberg und sein britischer Beifahrer Elliott Edmondson, die in ihrer ersten kompletten WM-Saison nach einem dramatischen Finale bei der Rallye Italien auf Sardinien Vizeweltmeister wurden. In 2026 gewannen sie drei Rallyes und holten die meisten WP-Bestzeiten.
Komplettiert wird das Toyota-Racing-Trio durch Sami Pajari und Marko Salminen. In ihrer zweiten vollen Saison in der Topklasse wurden die Finnen Gesamtdritte und gewannen drei Veranstaltungen. Mit neun Podestplätzen bei 13 Läufen bewiesen sie eine außergewöhnliche Konstanz.
Beim Yaris-Team ist das Comeback der beiden ehemaligen Weltmeister Ott Tänak und Kalle Rovanperä perfekt. Tänak, in 2025 noch für Hyundai am Start, holte sich mit Beifahrer Martin Järveoja mit Toyota 2019 den WM-Titel. Insgesamt konnte Tänak in seiner Karriere 22 Rallye-WM-Lauf-Siege erringen.
Die Rückkehr von Kalle Rovanperä und seinem Co-Piloten Jonne Halttunen wird mit besonderer Spannung erwartet. Die Finnen sind nach einem Jahr Auszeit in der Rallye-WM wieder dabei. Rovanperä, der 2022 und 2023 mit Toyota Weltmeister wurde, wird nur ein Teilzeitprogramm fahren. Rovanperä wollte in 2026 in der japanischen Super Formula-Monoposto-Serie teilnehmen, als eine Erkrankung das Vorhaben nach ersten Testfahrten vorzeitig beendete.
Zum Trio vervollständigt wird das Yaris-Aufgebot durch den Japaner Takamoto Katsuta und seinen britischen Beifahrer Aaron Johnston. In der abgelaufen Saison gelangen dem Duo in Kenia und Kroatien die ersten beiden Triumphe in der Rallye-Weltmeisterschaft.
Ein Programm für den neunfachen Weltmeister Sebastien Ogier wurde nicht bekannt gegeben. Der Franzose bleibt allerdings Toyota eng verbunden. Falls der Franzose überhaupt in einem Teilzeitprogramm an WM-Läufen teilnimmt, würde er für Gazoo Racing im Wechsel im Auto von Rovanperä starten. Zuletzt hatte Ogier bereits eine Teilnahme beim traditionellen Saisonauftakt mit der Rallye Monte Carlo ausgeschlossen, die er zehn Mal gewinnen konnte.
Das Team könnte zudem Möglichkeiten für junge Fahrer ausloten, die im Toyota-GR WRC Challenge Programm ihr Potenzial aufzeigen, um auf höchstem Niveau in der Rallye-WM mitzufahren.
Die Toyota-Vorbereitungen auf die neue Rallye-Epoche sind bereits im vollen Gange. In den finnischen Wäldern laufen derzeit über sechs Tage hinweg intensive Test mit einem Prototypen. Die Homologation für die beiden Fahrzeuge soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Die Autos werden am finnischen Standort in Jyväskylä in Finnland aufgebaut und gewartet. Aktuell baut Toyota in Majajärvi einen fünf Mal größeren Teamsitz auf und beweist damit seine Entschlossenheit für ein weiterhin ambitioniertes Rallyesportengagement.
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