Ténéré 4 Concept: Yamaha zeigt Absichtserklärung für A2-Adventurebike
Statt einer Ténéré 900 rollte Yamaha in Mailand eine Konzeptstudie einer Ténéré 400 auf die Bühne. Deren Herz bildet ein neuer Einzylinder, eine Serienversion dürfte nicht lang auf sich warten lassen.
Die Ténéré 700 ist in Europa Yamahas Bestseller. Und schon auf der EICMA 2025 deutete der Europa-Boss Olivier Prevost der japanischen Marke im Gespräch mit der britischen «MCN» an, die Baureihe ausbauen und nach oben erweitern zu wollen – mit einer Ténéré mit dem CP3-Triple der Marke.
Auf die Bühne geschoben wurde bei einer Yamaha-Veranstaltung im Vorfeld der EICMA 2026 jedoch ein weiterer Schritt hin zu einer ganzen Familie von Ténéré-Modellen: «Ténéré Concept 4» nennen die Japaner das Showmodell, und der Name verrät es: Bislang handelt es sich um eine Konzeptstudie. Als «fortlaufendes Entwicklungsprojekt» bezeichnet Yamaha selbst das Modell – eines, dem eine Serienversion folgen wird. Wann genau das sein wird, war vor Ort noch nicht zu erfahren, doch die Studie ist bereits weit gediehen. Lediglich finale Designanpassungen und für die Zulassung benötigten Teile wie Spiegeln, Lampen und Kennzeichenträger fehlen noch, die grobe Gestaltung mit flacher Tankform und schmaler Silhouette wirkt seriennah.
Wie die Konkurrenz von BMW und KTM: Die Ténéré Concept 4 hat einen Einzylinder-Motor
Von «starker Kundennachfrage» nach einem Adventurebike in der A2-Kategorie spricht Yamaha. In dem Segment ist BMW mit der F450 GS seit einigen Monaten äußerst erfolgreich, auch KTM arbeitet an einer 490 Adventure. Anders als die Bayern und die Österreicher setzt Yamaha beim Ténéré 4 Concept jedoch nicht auf einen Reihentwin, sondern, analog zu KTMs 390 Adventure, auf einen Einzylinder. «Völlig neu» sei dieser, hohe Verbrennungseffizienz und kräftiges Drehmoment im niedrigen bis mittleren Drehzahlbereich sollen diesen auszeichnen und auch das Chassis sei eine Neuentwicklung.
Das Fahrwerk der Studie bezeichnet Yamaha als «abenteuertauglich», es rollt vorn auf 21- und hinten auf 18-Zoll-Speichenrädern mit Michelin-Anakee-Wild-Bereifung, KYB steuert Federung und Dämpfung bei. «Geeignet für Offroad-, ebenso wie für Straßennutzung» sei die spätere Serienversion laut Prevost. Die Titanabgasanlage von Akrapovic dürfte bis zu einem späteren Serienstart noch einer zivileren, und kostengünstigeren, Variante weichen.
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