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Langbahn-GPKolumne

Der Fahrer ist bei der FIM immer der Depp

Schon zu meiner aktiven Zeit hat die FIM im Langbahn-GP nichts vorangebracht und das eigene Regelwerk ignoriert. Wären Rennen ohne Fahrer möglich, würde die FIM dafür stimmen.

Im Artikel erwähnt




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Martin Smolinski (Mitte) mit den Sport1-Kommentatoren Schützbach (li.) und Biechteler
Martin Smolinski (Mitte) mit den Sport1-Kommentatoren Schützbach (li.) und Biechteler
Foto: SPEEDWEEK.com
Martin Smolinski (Mitte) mit den Sport1-Kommentatoren Schützbach (li.) und Biechteler
© SPEEDWEEK.com

Nach dem letzten Langbahn-GP in Forus hatte Martin Smolinski die Nase gestrichen voll, hat seinen Unmut über die Presse kundgetan. Wohlgemerkt erst, als er bei den Verantwortlichen des Motorrad-Weltverbands FIM wiederholt auf taube Ohren stieß

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Die FIM hat sich noch nie an ihr Handbuch gehalten. Sie machen was sie wollen und das Schlimmste ist, dass sie immer damit durchkommen. Weil sie genau wissen, dass wir im Bahnsport null große Presse haben, die Macht ausüben könnte. Egal, was im Handbuch geschrieben ist, der FIM ist das scheißegal. Wenn sie etwas ändern wollen, dann machen sie das einfach. Ein kleiner Rennfahrer kann nichts dagegen machen. Eine Klage gegen die FIM vor dem Internationalen Sportgericht CAS ist mit sehr hohem finanziellem Aufwand verbunden, und der Fahrer muss in Vorkasse gehen. Zudem sind die Gerichte so langsam, dass sich eine Klage über Monate hinzieht, bis die Saison rum ist. Am Jahresende passt die FIM ihr Handbuch dann wieder an, damit es fürs nächste Jahr passt. Als Fahrer hast du dann einen Haufen Geld zum Fenster rausgeworfen, bestraft wurde niemand. Der Fahrer ist immer der Depp. Wie man mit den Fahrern umgeht, war für mich das Schlimmste.

Ständig wird den Fahrern der Strafenkatalog gezeigt, wenn du 3 sec zu spät zur Abnahme kommst oder die Weste nicht richtig anhast. Im Drohen sind die FIM-Funktionäre sehr schnell. Wenn sie sich aber ans Handbuch halten sollen, ist das immer ein großes BlaBla mit nichts dahinter. Das ist eine absolute Frechheit. Das Buffet ist ihnen immer wichtiger als das Handbuch.

Funktionäre auf unterirdischem Niveau

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Zu meinen Zeiten war Roy Otto bei der FIM der höchste Bahnsport-Funktionär. Ihm hätte ich gerne mal unter vier Augen gesagt, für wie unfähig ich ihn halte. Dazu kam es leider nie, Herr Otto war nur selten Gast bei einem Langbahnrennen.

Wobei ich nicht alles ihm alleine anlasten will. Aber es gibt leider viele FIM-Funktionäre, die auf einem unterirdischen Niveau arbeiten. Als Ex-Fahrer kann ich darüber nur noch lachen. Als ich mal nach Les Artigues-de-Lussac zu einem WM-Vorlauf kam, standen wir im Fahrerlager bis zu den Knien im Sumpf. Im Handbuch ist aber exakt definiert, dass das Fahrerlager befestigt sein muss, dass es einen Waschplatz für die Bike geben muss, dass ich das Altöl entsorgen kann, es Strom und Licht gibt und so weiter. Und dann beschweren sich die Offiziellen noch, wenn wir auf dem Acker nicht fahren wollen, wo die Bande die gleiche Farbe wie die Rennbahn hatte, weil es die letzten 18 Stunden durchgeregnet hat. Das Flutlicht hatte 50 Lux, aber den Fahrern wird die Pistole auf die Brust gesetzt.

Protest wurde nie behandelt

Apropos Les Artigues-de-Lussac. Ich war mal bei einem WM-Vorlauf dort, da hat Christian Hülshorst offiziell schriftlich Protest gegen das illegale Motorrad von Tom Perry eingelegt. Der Protest erfolgte fristgerecht, das Geld wurde hinterlegt. "Hülse" erhielt weder eine Quittung für das Geld, noch wurde der Protest je behandelt. Er wanderte wohl direkt in den Mülleimer. Kein Wunder: Weder der Rennleiter noch der Abnahmekommissar sprachen ein Wort Englisch. Schiedsrichter war der Ungar Istvan Darago, der öfters durch Fehlentscheidungen auffällt.

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Gewisse Funktionäre nehmen die Fahrer Ernst. Aber das sind leider jene, die nichts zu melden haben. In der Bahnsport-Kommission CCP sitzen überwiegend Leute, denen der Langbahn-Sport am Arsch entlang geht.

Sirg Schützbach (33) fuhr von 2001 bis 2009 im Langbahn-GP, gewann einen Grand Prix, wurde Deutscher Meister und Grasbahn-Europameister. Heute arbeitet er für den TV-Sender Sport1+ als Experte für den Speedway-GP und ist Eigentümer einer KTM-Niederlassung in Baindt.

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Aktueller Stand

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Marmande

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74

26

26

22

2.

Dave Meijerink

66

24

18

24

3.

Chris Harris

59

22

11

26

4.

Lukas Fienhage

59

15

24

20

5.

Zach Wajtknecht

58

20

22

16

6.

Jesse Mustonen

50

16

16

18

7.

Mika Meijer

40

11

14

15

8.

Tero Aarnio

38

10

15

13

9.

William Kruit

37

13

13

11

10.

Patrick Kruse

35

14

12

9

11.

Kenneth Kruse Hansen

32

18

-

14

12.

Glenn Moi

28

12

10

6

13.

Jake Mulford

25

9

4

12

14.

Mathias Trésarrieu

20

-

20

-

15.

Tino Bouin

17

7

0

10

16.

Anthony Chauffour

14

5

2

7

17.

Romano Hummel

9

-

9

-

18.

Darryl Ritchings

9

-

5

4

19.

Theo Ugoni

8

-

7

1

20.

Andrew Appleton

6

6

-

-

21.

Noah Urda

6

-

6

-

22.

Jordan Dubernard

5

2

3

-

23.

Niek Meijerink

5

-

-

5

24.

Timo Wachs

4

4

-

-

25.

Keijo Busch

3

3

-

-

26.

Jan Hlacina

3

-

1

2

27.

Ashton Vale

3

-

-

3

28.

Daniel Spiller

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1

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-

29.

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