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Mehr Retro-Modelle: BMW R20 und R12 Café Racer kommen
BMWs Retro-Palette wächst: Die R12-Familie wird um ein Mitglied erweitert, am oberen Ende der Palette wird die Serienversion der «Concept R20» auf Kundenfang gehen. Die Zukunft der R18 ist ungewiss.
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Im Mai wird es zwei Jahre her sein, dass BMW auf der Concorso d'Eleganza Villa d'Este die «Concept R20» vorgestellt hat. Die Konzeptstudie stellte einen Ansatz dar, den «Big Boxer» in einem Motorrad zu verpacken, das, laut Aussagen von BMW-Motorrad-CEO im Vorfeld der Vorstellung, typischer für BMW sein sollte, als es die Cruiser-Familie R18 sei. Das, was die Bayern am Comer See präsentierten, war spektakulär: Schnörkellos, klassisch und liebevoll gestaltet, reduziert und bullig zugleich. Bereits bei seiner Vorstellung war wahrscheinlich, dass der Concept R20 auch eine Serienversion folgen würde – wie üblich bei BMW Motorrad.
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Diese wurde wenige Monate nach der Vorstellung der Studie als Marke angemeldet und im Mai des letzten Jahres auch in Medienaussagen bestätigt – mit ihrer Einführung wird sie die «Heritage»-Familie der Bayern breiter aufstellen. Mit dieser Produktfamilie habe BMW zwar derzeit «viel Freude», wie CEO Markus Flasch zuletzt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte. Es ist jedoch auch kein Geheimnis, dass die R18-Familie vor allem im Zielmarkt USA nicht so erfolgreich ist, wie sich die Bayern dies erhofft hatten. Zusätzlich machen die politischen Verwerfungen zwischen EU und den USA Modelle, mit denen BMW auf seinem Heimatkontinent Umsatz erzielen kann, wichtiger für die Marke. Eine Erweiterung der Cruiser-Palette der Bayern dürfte es damit in absehbarer Zeit nicht geben. Künftige Modelle dürften zunächst auf andere Märkte zielen.
An dieser Stelle kommt die R20 ins Spiel, als eine Art klassisch gestaltetem Muscle Bike, das Ansätze der R NineT in eine höhere Klasse überträgt und dessen Konzeptstudie rund um die Welt Eindruck gemacht hat. Die Erprobung von Vorserienmotorrädern soll, so hört man von anonymen Quellen, längst im Gange sein, die Hinweise auf die spätere Serienversion liefern. Deren Herz wird die mit dem Concept vorgestellte Evolutionsstufe des luftgekühlten Boxermotors aus der R18 bilden. Wie in der Concept R20, dürfte sie auch in der fertigen Variante über glatte 2 Liter Hubraum verfügen, die bei den äußerlich auch jetzt bereits massiven Ventildeckeln des Aggregats jedoch optisch kaum noch ins Gewicht fallen dürften. Dieses sitzt im weitgehend der R18 entnommenen Doppelschleifen-Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren.
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Das Vorderrad steckt in einer massiven Upside-Down-Gabel und verzögert wird nach wie vor mit einer Sechskolben-Anlage, jedoch in der Serienversion offenbar mit Zangen von Brembo. Die Raddimensionen werden gegenüber der Studie nicht angetastet, vorn wie hinten kommen 17-Zoll-Felgen zum Einsatz. Optisch nah am Concept, jedoch durch einen massiven Sammler zulassungsfähig, wird die Auspuffanlage bleiben, die die Abgase noch vor dem Hinterrad in die Luft blasen wird. Die Ergonomie bleibt ebenfalls nahe an der eines klassischen Roadsters, wie beim Concept vorweggenommen. Beim Einzelsitz-Setup der Konzeptstudie dürfte es dabei nicht ausschließlich bleiben: Zweisitzer, deren Heckrahmen dem der ersten R nineT-Generation gleicht, wurden ebenso gesichtet. Denkbar, dass beide Versionen in den Verkauf gehen. Schließlich ist auch die R12 NineT an dieser Stelle stark individualisierbar. Größter Unterschied der fertigen R20 könnte die Schwinge sein: Anders als beim Concept, soll sie optisch dem Bauteil der R18 gleichen, jedoch kürzer. Daran befestigt ist ein Schmutzfänger, der gleichzeitig den Kennzeichenträger und die Rückleuchten trägt. Die Studie sparte rund 180 Millimeter am Radstand der R18-Modelle ein. Erhalten bleibt mit dieser Lösung in jedem Fall die für die R18-Modelle charakteristische, offene Kardanwelle. Was der Einsatz des Motors auf dem Datenblatt bedeutet, das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, auch beim Concept wurde nur dessen Hubraum kommuniziert. Die 163 Nm Drehmoment der R18 dürfte auch die R20 mindestens erreichen, die 109 PS der kleinen Schwester R12 NineT sollte sie übertreffen – auch wenn an dieser Stelle nur Spekulation möglich ist. Wann die R20 Premiere feiert, ist offiziell nicht kommuniziert. Dass dies noch im Jahr 2026 passieren wird, ist jedoch sehr wahrscheinlich.
Doch nicht nur der große luftgekühlte Boxer bekommt einen neuen Einsatzzweck. Die Bayern arbeiten obendrein an einer zusätzlichen Erweiterung der zweiten Retro-Familie im Modellprogramm. Die R12-Familie besteht bislang aus dem Cruiser R12, der R12 NineT, R12 S und der Enduro-ähnlichen R12 G/S und wird um einen Café Racer klassischer Machart ergänzt. Diesen Schluss lassen erste Fotos eines halb verhüllten Prototyps zu. Dieser verfügt, dies lässt sich anhand der Kontur des Abdecktuches erahnen, über Stummellenker, eine verkleidete Front und ein eigenständiges Heck, das größtenteils sichtbar ist. Das Vorgängermodell, das diesem neuen Modell am nächsten kommt, war die R nineT Racer, die als sportliches Modell mit extremer Ergonomie mit dem letzten Modellwechsel aus dem Programm fiel. Die jetzige R12 S mit Halbschalenverkleidung ist alltagstauglicher ausgelegt. Der Antriebsstrang des künftigen Modells wird unverändert aus der aktuellen R12 NineT übernommen. Dort ist der Boxer, wie bei allen BMW-«Heritage»-Modellen, traditionell luftgekühlt und kommt auf 109 PS aus 1170 Kubikzentimetern Hubraum. Auch die Vorderradgabel, Brembo-Bremsen und Kardanschwinge nebst hinterem Federbein. Der Krümmer, Sammler und Auspuffendtopf weisen ebenfalls keine Änderungen auf, auch wenn am Endschalldämpfer eine optisch eigenständige Lösung denkbar ist. Die Bereifung wird abzuwarten sein – beim hier abgelichteten Erprobungsträger handelt es sich lediglich um ein Fahrzeug für Prüfstand-Fahrten, dessen Bereifung entsprechend wenig Aussagekraft hat. Zu erwarten ist ein klassisch klar gestalteter Café Racer, mit reduzierter Optik ohne Schnörkel. Auch der typische Aluminiumtank der meisten R12-Modelle dürfte erhalten bleiben, wie auch die R20 mit einer eigens für sie gestalteten Variante ausgestattet wird.
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Damit wächst die gesamte Heritage-Familie der Bayern in Zukunft weiter an und kommt damit künftig auf fünf Modelle mit dem klassischen «kleinen» luftgekühlten Boxermotor, während die «Big Boxer»-Modellfamilie voraussichtlich sechs Mitglieder zählen wird. Ob dies auch auf die R18-Cruiser Auswirkungen haben wird, bleibt abzuwarten.
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