Mercedes-Routinier George Russell erklärt: So will er die Wende schaffen
George Russell wurde vor dem Saisonstart als grosser Titel-Favorit gehandelt. 11 WM-Runden später verabschiedete er sich als WM-Dritter in die Sommerpause. Schafft der Mercedes-Star nun die Wende?
Für George Russell verlief die erste Hälfte der Saison nicht wie erhofft. Der Brite, der vor dem WM-Start von den Buchmachern und GP-Experten als der grosse Titel-Favorit gehandelt wurde, hatte viel Pech, sowohl die Technik als auch der Rennverlauf machten ihm mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung. Allerdings fehlte ihm zwischenzeitlich auch schlicht der Speed, um mit seinem starken Teamkollegen Kimi Antonelli mitzuhalten.
Der junge Italiener schaffte es, die WM-Führung zu übernehmen und auszubauen. Und zu allem Übel legte auch Russells früherer Teamkollege Lewis Hamilton im Ferrari kräftig zu. So kam es, dass der Routinier im Werksteam der Sternmarke vor der Sommerpause einen Rückstand von 59 Punkten auf den Gegner aus den eigenen Reihen hatte. Er belegt derzeit den dritten WM-Rang hinter Antonelli und Hamilton.
Die grosse Frage lautet, ob er die Wende schafft. Russell selbst sagt dazu: «Jedes Wochenende wird jetzt wichtig sein. Du willst einen Schwung ausbauen, und nun folgen gleich mehrere Rennwochenenden, die in aufeinanderfolgenden Wochen über die Bühne gehen werden. Wir sind gerade erst bei Halbzeit angelangt. Und wir müssen hart weiterarbeiten.»
Ein einfaches Erfolgsrezept
«Zur Mitte der ersten Saisonhälfte gab es eine gute Phase, dann waren die letzten drei Rennen aus verschiedenen Gründen wieder eher schwierig. Aber ich freue mich nun darauf, wieder durchzustarten und einen guten Rhythmus zu finden», fügt der 28-Jährige an. Ob er dafür seine Arbeit im Cockpit anpassen muss, wisse er nicht, beteuert er.
«Das wird sich wohl zeigen. Ich will auch gar nicht zu viel darüber nachdenken. Ich möchte einfach auf meine Fähigkeiten und meinen Instinkt vertrauen, das habe ich vor der Sommerpause wohl nicht getan. Und ich denk, ich gehe einfach unvoreingenommen an die Sache heran und schaue, wie weit ich damit komme», erklärt Russell. An den WM-Titel denke er dabei nicht. «Ich nehme einfach Rennen für Rennen. Mir ist bewusst, dass ich die Leistung verbessern muss, wenn ich im Kampf um den WM-Titel bleiben will. Das hat also oberste Priorität. Im Grunde ist es einfach: Wenn sich die Leistung verbessert, verringert sich der Punkte-Rückstand.»
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