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Charles Leclerc: «Ferrari muss das in der zweiten Saisonhälfte ändern»

Durchzogene Bilanz von Charles Leclerc in Zandvoort: Dritter 2022 und 2024, aber zwei Ausfälle in den letzten drei Grands Prix. Der Monegasse sagt: «Wir wissen ganz genau, wie wir zulegen können.»

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Charles Leclerc stand schon 27 Mal auf der Pole-Position für einen Grand Prix, in der ewigen Bestenliste bedeutet dies: Vor dem Monegassen liegen zehn Weltmeister (Hamilton, Schumacher, Senna, Vettel, Verstappen, Clark, Porst, Mansell, Rosberg, Fangio), hinter dem Monegassen fünf weitere Champions (Häkkinen, Lauda, Piquet, Alonso und Damon Hill).

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Während Leclerc seinem Lebensziel WM-Titel wohl auch 2026 erfolglos hinterher hetzt (beste Platzierung: Zweiter hinter Verstappen 2022), hat er keine seiner Poles in Zandvoort erobert.

In den vergangenen drei Niederlande-GP sah Leclerc keine Zielflagge: Kaputter Unterboden 2023, nach Kollision mit McLaren-Fahrer Oscar Piastri, erneut eine Kollision 2025, dieses Mal mit dem heutigen WM-Leader Kimi Antonelli.

Leclerc sagt zum kommenden GP-Wochenende: «Zandvoort war in den vergangenen Jahren keine Strecke, auf welcher wir besonders glänzen konnten. Die 2026er Autos sind jedoch so massiv anders, dass die übliche Hackordnung hier ein wenig durcheinandergebracht werden könnte.»

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«Die Zandvoort-Strecke ist recht technisch, normalerweise sind das Pisten, wo wir recht gut bei der Musik sind. Also bin ich für 2026 verhalten optimistisch.»

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«Dann gibt es natürlich immer wieder Rennen, die nicht so perfekt laufen, wie man das gerne hätte. 2026 ist ein Jahr, in dem es elementar ist, keine Fehler zu machen. Und wenn wir auf die erste Saisonhälfte blicken, dann haben viele Rennställe sehr viele Punkte liegen gelassen, aus ganz verschiedenen Gründen, das gilt auch für Ferrari.»

«Ich kann mich an keines meiner Formel-1-Jahre erinnern, in welchem die Rennställe so viele Punkte eingebüsst haben – einfach deswegen, weil diese neuen Rennwagen so unfassbar kompliziert sind und alle Teams Lehrgeld bezahlen mussten.»

«Bei uns gibt es in Bezug auf die zweite Saisonhälfte also zwei Schwerpunkte: Erstens müssen wir es schaffen, die Wochenenden reibungslos und perfekt umzusetzen; und zweitens muss die Entwicklung auf der bisherigen Linie weitergeführt werden. Wir wissen sehr genau, wo wir stehen, wir wissen sehr genau, wo wir den Hebel ansetzen.»

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«Ich kann nicht im Detail darüber sprechen, aber wir wissen, in welchen Bereichen wir zulegen können, und daran arbeiten wir. Da ist zum Einen der Motor, da haben wir gegenüber Leader Mercedes Nachteile, da ist zum Anderen die Aerodynamik. In beiden Bereichen sind wir auf Kurs, um in der zweiten Saisonhälfte zuzulegen.»

«Einer der positivsten Aspekte 2026 ist: Wir entwickeln sehr intensiv, und alle Teile haben auf der Rennstrecke das gebracht, was wir uns von ihnen nach Simulation und Windkanalversuchen erhofft hatten. Das war 2025 leider nicht so.»

«Ich bin auch happy zu sehen, dass Ferrari wieder Wegbereiter ist, mit einigen technischen Kniffen. Und wir treiben ein überaus aggressives Entwicklungsprogramm voran. So muss es weitergehen.»

In Zandvoort 2026 könnte es nass werden. Charles sagt: «Ich habe dieses Auto nur im Winter in Barcelona im Nassen gefahren, seither aber haben sich die Rennwagen markant geändert. Es könnte hier knifflig werden – schwierige Rennstrecke, Regen, dazu das stressige Sprintformat, das kann lustig werden.»

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