Abgänger, Um- und Aufsteiger: Das Moto2-Feld für 2027 ist fast komplett
Trotz unveränderter technischer Basis gibt es auch in der mittleren Klasse etliche Veränderungen mit Blick auf die Saison 2027. SPEEDWEEK.com mit dem Stand der Dinge aus dem Moto2-Paddock.
Noch während des Zusammenbaus des Feldes der MotoGP-Klasse wurden auch in der mittleren Klasse etliche Weichen gestellt. Dem Gesetz des Schnelleren folgend wurden die Spitzenplätze weitgehend zuerst gestellt. Wobei der Sonderfall «Gonzalez» durchaus Einfluss auf den Moto2-Transfermarkt nahm. Erst als klar war, dass der WM-Führende im Gegensatz zu Guevara, Alonso, Holgado und Agius nicht aufsteigt, konnten die Planungen beim begehrten Intact-GP-Team aus Deutschland fortgeführt werden.
Mittlerweile steht fest, dass neben Gonzalez im kommenden Jahr David Almansa antreten wird. Der Spanier steigt intern auf. Bemerkenswert: Holt Manuel Gonzalez 2026 den Titel, dann fahren 2027 aktuelle Weltmeister gegeneinander, denn Moto3-Dominator Maximo Quiles (dessen Titelgewinn nur noch eine Frage der Zeit ist) tritt ebenfalls in der Moto2 an. Auch Quiles stieg intern auf, beim ebenfalls hochklassigen CF-Moto-Team um Jorge «Aspar» Martinez. Quiles bekommt einen der großen Namen der Moto2 als Teamkollegen: Celestino Vietti wechselt aus der Mannschaft von Luca Boscoscuro ins Aspar-Lager.
Auch in der Boscoscuro-Basis sind die Piloten definiert. Der Konstrukteur aus Italien setzt wieder auf eine reine Italo-Paarung mit Luca Lunetta und Guido Pini, der aus Moto3 (Leopard) kommt.
Stand heute werden nur drei Teams ohne Personalveränderungen auskommen. Wenn auch noch nicht bestätigt – Joe Roberts startet auch 2027 an der Seite von Filip Salac. Es wird die zehnte Saison des Kaliforniers. Konstanz auch bei Red Bull KTM Ajo. Collin Veijer und Jose-Antonio Rueda bleiben. Für den Spanier wird es die zweite Moto2-Kampagne, für Veijer das dritte Jahr. Plus: Angel Piqueras und der WM-Dritte Ivan Ortola fahren erneut eine Kalex in MSi-Farben.
Aron Canet kehrt 2027 zu Fantic Racing zurück
Vertraute Gesichter werden bei der Fantic-Mannschaft, ebenfalls aus Italien, zu sehen sein. Barry Baltus hat für zwei weitere Jahre bei Roberto Locatelli unterschrieben. Zudem hat man mit Aron Canet einen alten Kollegen zurückgeholt.
Canet startet aktuell mit Deniz Öncü für das belgische Marc-VDS-Team, das, so der inoffizielle Stand, 2027 nicht mehr im Grand-Prix-Fahrerlager stehen wird. Hier liegt der Fokus nurmehr auf der Superbike-Weltmeisterschaft.
Beide Marc-VDS-Piloten sind verplant. Der Vertrag mit Canet wurde gelöst, Öncü wechselt in das niederländische RW-Team. Der zweite Platz hier ist eine der wenigen noch offenen Arbeitsstellen. Im Gespräch ist unter anderem Youngster und Moto2-Europameister Milan Pawelec. Doch auch Zonta van der Goordbergh und Ayumu Sasaki sind noch nicht abgeschrieben.
Bemerkenswert ist die Aufstellung bei Forward Racing. Der dritte Hersteller der Moto2, der lange abgeschlagen hinterherfuhr, 2026 aber bemerkenswerte Fortschritte machte, nahm GP-Sieger Tony Arbolino (aktuell bei Fantic) unter Vertrag. Platz 2 auf der mintfarbenen Forward ging an Adrian Huertas, der Italtrans verlassen muss.
Hier wurden die Piloten getauscht. Denn statt Huertas fährt dort der noch für Forward aktive Alex Escrig. Weiterhin in Diensten des Weltmeisterteams von 2025 bleibt der Spanier Daniel Munoz.
Pramac Racing, derzeit mit Izan Guevara auf Moto2-Titeljagd, wird den internen MotoGP-Aufsteiger Guevara mit einem Moto3-Pilot ersetzen – Alvaro Carpe kommt aus der Struktur von KTM-Ajo. Ein zweites Jahr bei Pramac bekommt der Spanier Alberto Ferrandez.
Damit sind elf Teams und 22 Piloten gesetzt. Ein Team wird ausscheiden, bleiben zwei Mannschaften mit Fragezeichen – Gresini Racing und Honda Asia. In der Sub-MotoGP-Struktur von Gresini steht weiter Alonso Lopez zur Debatte. Platz 2 könnte von Intact-Moto2-Pilot David Munoz besetzt werden.
Dem Teamnamen entsprechend als sicher gilt der Auftritt von Honda-Asia. Taiyo Furusato wird weiter gefördert und erhält eine zweite Saion bei Hirsoshi Aoyama. Mittelfristig soll Veda Pratama ebenfalls in der Moto2 antreten, doch 2027 tritt der Held der Indonesier nochmals in der Moto3 an. Gute Karten auf ein weiteres Jahr hat damit Landsmann Mario Aji.
Als sich gilt, dass zwei aktuelle Athleten der Moto2 mit dem Wegfall von Marc VDS nicht mehr dabei sein werden, also nur noch 26 Fahrer Stammfahrer aktiv sein werden. Für 2027 Sorgen machen sich aktuell Sergio Garcia (Gresini) und die beiden RW-Racing-Piloten.
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