Izan Guevara: 25 Punkte aufgeholt und ein Geschenk für Yamaha
Izan Guevara rückte mit seinem Moto2-Sieg in Motegi bis auf 10,5 Punkte an Manuel Gonzalez heran. Vor den Yamaha-Managern setzte der künftige MotoGP-Pilot zudem ein starkes Zeichen.
Izan Guevara hat den Kampf um den Moto2-WM-Titel mit seinem Sieg in Motegi wieder völlig geöffnet. Während Spitzenreiter Manuel Gonzalez nach einem
«Ich versuchte, während des gesamten Rennens konzentriert zu bleiben und die Reifen gut zu managen. Mir ist ein großartiges Rennen gelungen. Darüber bin ich sehr glücklich. Jetzt bin ich in der Meisterschaft näher an Manu Gonzalez dran», freute sich der Pramac-Pilot.
Dass sein Titelrivale beim Start Schwierigkeiten hatte, entging Guevara nicht. «Ja, ich habe Manu gleich zu Beginn gesehen. Aber ich versuchte, mich auf mein Rennen zu konzentrieren.» Von der Pole-Position aus bot sich ihm die Gelegenheit, Gonzalez’ Probleme bestmöglich auszunutzen.
Doch das Wissen um diese Chance brachte zusätzlichen Druck mit sich. «In diesem Moment versuchte ich, ruhig zu bleiben und mich auf das Rennen zu konzentrieren. In den ersten Runden wollte ich pushen, aber unter diesem Druck versuchte ich, meinen Rhythmus beizubehalten. Ich konzentrierte mich darauf, ruhig zu bleiben und in den ersten Runden die Führung zu behaupten.»
Druck bis zum Rennende: Tony Arbolino setzte ein Manöver
Ein Selbstläufer wurde der Sieg nicht. Tony Arbolino setzte Guevara unter Druck und griff in der Schlussphase an. Hinzu kamen technische Schwierigkeiten, die dem Spanier vor allem in einem Streckenabschnitt zu schaffen machten.
«Tony setzte mich im Rennen stark unter Druck, aber ich versuchte, den Abstand zu ihm zu kontrollieren. In Kurve 3 machte er immer besonders viel Druck, weil ich in diesem Sektor während des gesamten Rennens starkes Chattering spürte. Mit der Boscoscuro ist dieser Sektor schwierig. Deshalb versuchte ich, in den anderen Sektoren zu pushen, um den Abstand zu halten», erklärte Guevara. «Er griff mich in Kurve 9 an, aber ich holte mir die Position zurück. Danach versuchte ich, den Vorsprung bis zur letzten Kurve zu kontrollieren und den Sieg ins Ziel zu bringen.»
Mit dem deutlich geschrumpften WM-Rückstand steigen Guevaras Titelchancen. Der Spanier will sich dennoch auf jene Arbeit konzentrieren, die ihn zuletzt nach vorn gebracht hat. «Mein Ziel ist jetzt, so weiterzuarbeiten. Es ist wichtig, mich in den Rennen auf meinen Fahrstil zu konzentrieren. Bei diesen beiden Rennen in Österreich und Japan konnte ich meinen Fahrstil umsetzen und diese Siege holen. In Australien oder auf anderen Strecken in dieser Region verhält sich das Motorrad anders. Jetzt bin ich in der Meisterschaft näher dran. Darüber freue ich mich.»
Starkes Signal vor den Yamaha-Managern
Der Erfolg hatte für Guevara noch eine weitere Bedeutung: In Japan waren zahlreiche Yamaha-Verantwortliche vor Ort. Das Pramac-Moto2-Team dient dem Hersteller als Nachwuchsplattform in der mittleren Kategorie. Guevara wird diesen Weg 2027 fortsetzen und innerhalb von Pramac in die MotoGP aufsteigen, wo er Teamkollege von Toprak Razgatlioglu wird.
Auch wenn seine Moto2-Maschine eine Boscoscuro ist, war der Sieg damit ein wichtiger Erfolg für Yamahas Nachwuchsprojekt. Guevara widmete ihn ausdrücklich dem anwesenden Yamaha-Präsidenten. «Es ist wichtig, hier das Rennen zu gewinnen. Es ist großartig, weil der Hersteller aus Japan kommt. Der Präsident ist hier und ich möchte ihm diesen Sieg widmen. Er hat das Rennen sehr genossen. Das ist ein Geschenk für ihn. Jetzt ist es Zeit, mit allen Yamaha-Leuten diesen großartigen Sieg zu feiern.»
Die Glückwünsche aus dem Yamaha-Lager ließen nicht lange auf sich warten. «Die Jungs haben mir gratuliert. Ich hielt während des gesamten Rennens ein wirklich gutes Tempo. Deshalb ist es ein großartiger Sieg für mich und für sie. Wir haben während des gesamten Japan-GP sehr gut gearbeitet. Dieser Sieg gehört dem ganzen Yamaha-Team.»
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