Teamchef Niklas Ajo nach erstem Punkt für Rueda: «Jetzt wird es einfacher»
Im März 2025 feierte Jose Antonio Rueda auf dem Circuit of the Americas in Austin einen von zehn Siegen auf dem Weg zum Titel in der Moto3-WM. Ein Jahr später wurde der erste Moto2-Punkt abgeklatscht.
Seit dem Malaysia-GP 2025 hat der Dominator der letztjährigen Moto3-Konkurrenz wenig zu lachen. In der Besichtigungsrunde zum Rennen war Jose Antonio Rueda mit Noah Dettwiler kollidiert. Ein fataler Auffahrunfall, der beide Piloten außer Gefecht setzte, wobei lebensgefährliche Verletzungen zugleich das Ende der WM-Karriere für den Schweizer bedeuteten Rueda erlitt Brüche, konnte aber wieder vollständig genesen und zum Erstkontakt mit der Moto2-Kalex in seiner vertrauten Ajo-Mannschaft antreten.
Sowohl bei den Erprobungen als auch bei den ersten Wettfahrten muss Rueda die Gnadenlosigkeit der Klasse erfahren. Bei den ersten drei GP-Events als Moto2-Pilot reichte es nicht einmal in das ausschlaggebende zweite Qualifying. Tragisch: Von einem Aufwärtstrend konnte nicht gesprochen werden: Startplatz 24 in Buriram folgten die Positionen 27 und 28. Damit konnte der Kontrast beim letzten Event in den USA nicht krasser sein. Vor einem Jahr als Sieger abgewunken, musste der Weltmeister nun von ganz hinten losfahren.
Der Ajo-Pilot löste die Rennaufgabe dann aber besser als in Thailand und Brasilien. Ein wenig half dabei auch das Schicksal, denn das intensive Rennen forderte sieben Opfer, drei davon waren bereits nach dem frühen Rennabbruch zu beklagen. Ein Schlüssel zum besten Moto2-Auftritt von Jose Antonio Rueda war der blendende Start über die verkürzte 10-Runden-Distanz. Der Spanier überrumpelte gleich fünf Konkurrenten und schnappte sich bis zur Ziellinie vier weitere Gegner. Damit wurde in Austin der erste WM-Punkt auf das Konto des Red-Bull-Piloten überwiesen.
Rueda: «Wir haben den US-GP mit einem sehr guten Gefühl abgeschlossen. Ich muss mich zwar noch in den ersten Runden mit neuen Reifen verbessern, aber unseren ersten Punkt in dieser Klasse zu holen, ist toll. Es stimmt, dass es im Rennen viele Stürze gab, aber wir haben unsere Arbeit gut gemacht. Austin war ein verrücktes Rennen, genau wie die beiden vorherigen. Daher freue ich mich auf Europa und darauf, unter normalen Bedingungen gegen den Rest des Feldes anzutreten. Ich hoffe, in Jerez vor unseren Fans eine gute Show abzuliefern.»
Anerkennung gab es auch vom Boss Niklas Ajo: «Jose Antonios Rennen verlief sehr positiv. Er hat in Austin mehr denn je über mittlere Klasse gelernt. Ich glaube, von nun an wird alles viel einfacher für ihn, da er auf viele Strecken zurückkehrt, die er sehr gut kennt. Außerdem hat er drei Wochen Zeit, sich körperlich auf den Lauf in Spanien vorzubereiten – was in dieser Klasse unerlässlich ist.»
Stress muss sich Rueda nicht machen. Als Weltmeister des Jahres 2025 gab es einen weiteren Zweijahres-Vertrag. 2027 geht es dann um Ergebnisse und auch um einen möglichen Aufstieg in die Königsklasse des Sports.
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