Grausam: Deutsches Intact-Team verpasste Moto3-Sieg in Misano um 0,021 sec
David Almansa aus dem deutschen Team Liqui Moly Dynavolt Intact GP führte das Moto3-Rennen in Misano vom Start bis wenige Meter vor dem Ziel an – und wurde dann vom WM-Führenden überrumpelt.
Mit sehr beruhigenden 97 Punkten Vorsprung trat WM-Leader Maximo Quiles (CF Moto Aspar) zum Grand Prix von San Marino in Misano an, mit Startplatz 5 schuf er eine gute Basis für das Rennen. In den Trainings war David Almansa aus dem Memminger Team Liqui Moly Dynavolt Intact GP seinen Konkurrenten einen deutlichen Schritt voraus und hatte am Samstag seine sechste Pole-Position in dieser Saison erobert.
Die Gegner waren sich einig, dass Almansa mit seiner starken Pace in der Favoritenrolle ist. Vier Fahrer wurden nach dem Qualifying wegen «exzessivem langsamem Fahren» in der Startaufstellung zurückversetzt, unter ihnen der WM-Zweite Alvaro Carpe (Red Bull KTM Ajo), der von Grid-Position 8 auf 21 musste.
Almansa legte einen super Rennstart hin und übernahm die Führung, gefolgt von Brian Uriarte, Joel Kelso, Valentin Perrone und Quiles. Carpe crashte in der ersten Runde, davon unabhängig ebenso der Österreicher Leo Rammerstorfer mit Nicola Carraro.
Nach zwei Runden hatten Almansa und Uriarte bereits ein paar Zehntelsekunden Vorsprung, innerhalb 1,5 sec lagen nur noch Perrone, Quiles, Kelso, Matteo Bertelle und Rico Salmela.
Almansa gelang es nicht sich abzusetzen, zur Halbzeit der 20 Runden lagen aber nur noch Quiles und Uriarte innerhalb einer Sekunde Rückstand zu ihm. Dahinter klaffte eine Lücke von 2 sec zur einer vierköpfigen Verfolgergruppe.
In Runde 13 fuhr Almansa schneller als während seiner Pole-Runde und konnte sich damit um eine halbe Sekunde vom Duo Uriarte/Quiles lösen. Dass die beiden sich um Platz 2 stritten, spielte in die Hände von Almansa. Doch als sich Quiles gegen Uriarte durchgesetzt hatte, schaffte er den Abschluss zu Almansa wieder.
Fünf Runden vor Schluss war klar: der Sieg wird zwischen Almansa und Quiles entschieden. Quiles klebte seinem Landsmann am Hinterrad und brachte es in den letzten paar Kurven so perfekt zusammen, dass er Almansa bis zum Zielstrich um eine halbe Motorradlänge überrumpelte und mit 0,021 sec Vorsprung gewann! Als Dritter schaffte es Uriarte aufs Podium.
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