Schnelles Lebenszeichen: Leo Rammerstorfer mischte das FP1 in Misano auf
Ein Österreicher auf Platz 1 bei einer GP-Session in Misano? Lange sah es danach aus. Dass Leo Rammerstorfer das Moto3-FP1 auf Platz 2 abschloss, schmälert die Leistung auf feuchter Piste nicht.
Honda-Pilot Leo Rammerstorfer überraschte bei der ersten Moto3-Session in Misano mit einer fehlerfreien Fahrt unter schwierigen Bedingungen. Der Rookie nutzte seinen Status und fuhr trotz heikler Umstände auf dem Misano World Circuit volle Attacke. Nachts hatte es an der Adria wieder geregnet. Zwar schien in der Früh die Sonne, doch als es für die Youngster auf den Kurs ging, war die Strecke noch überwiegend nass – nur vereinzelt trocknete die Linie an.
Wie speziell die Bedingungen waren, zeigte auch die Tatsache, dass sich WM-Leader Maximo Quiles gegen die Session entschied. Aus der Box und im T-Shirt beobachtete Quiles, wie Rammerstorfer im Endspurt das Kommando im FP1 übernahm. Knapp zehn Minuten vor der Flagge schnappte sich der SIC-Pilot P1 von Markenkollege Veda Pratama. Danach baute der Neuling aus der Nähe von Linz seine Führung zeitweise auf zwei Sekunden aus.
In den letzten zwei Minuten fielen die Zeiten weiter und Aussie Joel Kelso fuhr eine halbe Sekunde schneller als Leo Rammerstorfer. Mit 1:46,566 min blieb der Österreicher der starke zweite Platz vor Adrian. Bemerkenswert: Mit O'Gorman und Carraro auf den nächsten Positionen war die Session fest in der Hand der Honda-Piloten. Zum Vergleich: Kelsos Bestzeit war und fünf Sekunden über einer Top-Moto3-Zeit auf komplett trockener Strecke.
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