Zeittraining Goiania: Almansa (Intact) an der Spitze, Rammerstorfer stark
Nach einem munteren Schlagabtausch auf abtrocknender Strecke in Goiania setzte sich Tabellenführer David Almansa an die Spitze des Zeittrainings. Applaus für den Österreicher Leo Rammerstorfer.
Auch bei der ersten Sitzung auf der für alle Piloten noch unbekannten Rennstrecke von Goiania waren es am Freitagmorgen nach 45 Minuten spanische Piloten, die der Moto3 ihren Stempel aufgedrückt hatten. Die Ehre der «ersten Moto3-Runde der Geschichte in Brasilien», die war einem Rookie aus Finnland vergönnt. Tech3-Pilot Rico Salmela komplettierte den ersten Umlauf. Für alle Aktiven war es mit einer Geduldsprobe losgegangen. Heftige Regenfälle in der Nacht und in der Früh hatten den Beginn des nassen FP1 um fast eine Stunde hinausgezögert.
Unter Kontrolle, aber immer noch schwierig, zeigten sich die Bedingungen dann am frühen Nachmittag mit dem Start des wichtigen Zeittrainings Als die Einzylinder-Meute um kurz nach 14 Uhr Ortszeit auf den Kurs ging, war es trocken, doch etliche nasse Stellen vereitelten bedingungsloses Gasgeben von der ersten Runde an. Dennoch setzten alle Fahrer in der Session über 35 Minuten von Beginn an auf profillose Slicks. Die Mission der Moto3-Piloten – sich mit einer Top-14-Rundenzeit einen direkten Platz für das zweite Qualifying am Samstag und damit einen vielversprechenden Startplatz zu sichern.
Nach zehn Minuten auf der abtrocknenden, gut 3,8 km langen Strecke hatte sich zunächst die offizielle KTM-Ajo-Mannschaft mit Brian Uriarte und Álvaro Carpe an der Spitze platziert. Dann wurden die beiden Red Bull-Youngster von Thailand-Überraschungs-Rookie Veta Pratama und Auftaktsieger David Almansa (Intact GP) abgelöst. Dahinter Honda-Neuzugang Joel Kelso und Ersatzpilot Joel Esteban. Zur Freude der französischen Tech3-Einheit schob sich auch Neuling Rico Salmela noch vor der Halbzeit des Zeittrainings in die Top 5.
In Kurve 6, einer der wenigen Linkskurven, erwischte es mit dem Beginn der zweiten Hälfte den Argentinier Marco Morelli. Der Teamkollege musste seine KTM nach einem Crash zurück in die Aspar-Box bringen lassen. Fast zeitgleich hatte auch die Spitze auf dessen Landsmann Valentin Perrone gewechselt. Doch auch der zweite Tech3-Pilot konnte sich nicht lange über P1 freuen – MSi-Neuzugang Hakim Danish fuhr eine 1:30,989 min und war damit gut 10 Minuten vor der Flagge schnellster Moto3-Fahrer.
Im Finale des ersten Zeittrainings der Moto3 in Goiania war die Rennstrecke nahezu komplett trocken und die Reihenfolge der Youngster änderte sich noch einmal gründlich. So setzte sich in Goiânia der zuletzt große spanische Name der Klasse in Szene, David Almansa. Der Inact-GP-Pilot und Tabellenführer verbesserte die Bestzeit auf 1:30,260 min und setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen Hinter Almansa feierte der Neuseeländer Cormach Buchanan Platz 2, vor Honda-Hoffnung Veta Pratama. Die hoch eingeschätzten KTM-Ajo-Piloten landeten nur auf den Plätzen 7 (Uriarte) und 19 (Carpe). Glück hatte Aspar-Aushängeschild Maximo Quiles. Der Schützling von Marc Márquez schaffte als 14. den Q2-Einzug nur mit Glück.
Wie schon im FP1 zeigte der Österreicher Leo Rammerstorfer eine sehr überzeugende Fahrt. Der Pilot der Mannschaft von Paolo Simoncelli war lange in den Top 10, fiel dann zurück. Doch als es zählte, verbesserte sich der Linzer auf Platz 9, was ihm in seinem zweiten GP gleich einen sicheren Platz im Q2 einbrachte.
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