Motocross-WM MXGP
Nach 2 Ausfällen in Folge: Jeffrey Herlings (Honda) fehlen die Worte
Simon Längenfelder (KTM) musste den zweiten Lauf von Kegums nach einem heftigen Crash an der Box aufgeben. Er hatte sich den Rücken verletzt und war kurz benommen, gab jetzt aber Entwarnung.
Nach einem etwas unglücklichen 5. Platz im ersten MX2-Lauf von Kegums wollte es Titelverteidiger Simon Längenfelder im zweiten Lauf besser machen, so wie eine Woche zuvor im Talkessel, wo er an einem schwierigen Wochenende das Blatt im zweiten Lauf wenden konnte und Platz 3 erreichte.
In der ersten Kurve nach dem Start wurde der Deutsche abgedrängt und kam nur auf Platz 12 aus der ersten Runde. Natürlich wollte er so schnell wie möglich nach vorne fahren. Am Schweden Hugo Forsgren und auch an Kay Karssemakers war er schnell vorbei, profitierte von einem Fehler von Janis Reisulis und rangierte hinter dem belgischen Husqvarna-Werksfahrer Liam Everts auf Platz 9.
Simon wollte Liam an einem weiten Table überholen, sprang aber zu weit, konnte sein Bike jedoch nach der Landung abfangen. Neben der Stecke lag ein loser, zusammengeschobener Erdhaufen, ungefähr einen halben Meter hoch. Simon hatte so viel Geschwindigkeitsüberschuss, dass er dem Hügel nicht mehr ausweichen konnte, mit seinem Vorderrad eintauchte, schlagartig abbremste und über den Lenker abflog. Sein Motorrad überschlug sich und Simon landete rücklings auf dem Gabelrohr seiner KTM. Seine Reaktion zeigte, dass er sich beim Aufschlag im Lendenbereich verletzt hatte. Er musste das Rennen an der Box aufgeben. Beim Aufprall auf das Gabelrohr sind natürlich Verletzungen wie Wirbelbrüche nicht auszuschließen. Später gab Simon aber zum Glück Entwarnung.
«Es war ein schwieriges Wochenende», kommentierte der Deutsche. «Ich hatte gehofft, das Blatt noch wenden zu können. Es war ein schönes Gefühl, das Rennen im Qualifikationsrennen als Führender anzugehen, aber danach wurde es nicht einfach. Mit dem dritten Platz im Qualifikationsrennen war ich zufrieden und nach einem schlechten Start im ersten Lauf wollte ich wieder aufs Podium. Leider lief auf den letzten Runden nicht alles nach Plan, sodass ich am Ende nur Fünfter wurde.»
«Wir haben für den zweiten Lauf einige Änderungen am Motorrad vorgenommen, und ich fühlte mich wirklich gut. Der Start war gut, aber die erste Kurve nicht! Ich lag nur auf Platz 12 und arbeitete mich wieder nach vorne. Dann bin ich bei einem Sprung zu weit gesprungen, das Motorrad stellte sich quer und ich kam von der Strecke ab. Ich war kurz benommen und habe mir den Rücken angeschlagen, aber inzwischen scheint alles in Ordnung zu sein. Für Montevarchi sollten wir bereit sein.»
Trotz seines Ausfalls wurde Simon im zweiten Lauf auf Platz 19 gewertet und bekam dafür noch 2 WM-Punkte. Durch das Drama im zweiten Lauf ist er in der WM-Tabelle nach Punkten nun deutlich von 3 auf 37 Punkte hinter Sacha Coenen (KTM) zurückgefallen, rangiert aber in der Meisterschaft weiterhin auf Platz 2. Jetzt hat er zwei Wochen Zeit, sich zu erholen und neu aufzustellen. Am 20./21. Juni geht es in Montevarchi (Italien) mit der 9. Etappe der Motocross-WM weiter.
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