Acosta über seinen Ducati-Wechsel: «Genau das habe ich gesucht»
Vor dem Assen-GP spricht MotoGP-Ass Pedro Acosta über seinen Wechsel zu Ducati an die Seite von Marc Marquez in der nächsten Saison. Der Spanier verlässt KTM nach sieben gemeinsamen Jahren.
Bei der Donnerstags-Pressekonferenz vor dem Assen-GP stand Pedro Acosta im Zentrum der Aufmerksamkeit. Tags zuvor hatte Ducati offiziell bestätigt, dass der derzeitige KTM-Pilot 2027 und 2028 im Werksteam an der Seite von Marc Marquez fahren wird. «Ich bin wirklich glücklich über diese Ankündigung», sagte Acosta. «Ich glaube, das war ein Ziel, das ich in meiner Karriere gesucht habe, vielleicht der nächste Schritt, den ich machen wollte.» Für die laufende Saison, seine letzte für KTM, mit deren Motorrädern er seit 2019 unterwegs ist, hat er noch ein Ziel offen: «Das könnte der erste Sieg sein.»
Null Punkte in Brünn nach Technik-Pannen neuer Tiefpunkt
Sportlich war das vergangene Wochenende in Brünn für Acosta zum Vergessen: Ein Doppelausfall durch technische Probleme kostete ihn WM-Punkte. «Es war für uns schwer zu verstehen, was los war, weil ich jeden Tag ein anderes Problem hatte», berichtete der Spanier. Die Verantwortung liege im Werk in Munderfing: «Am Ende gibt es Dinge, die nicht in meiner Hand liegen. KTM muss jetzt verstehen, was los ist, und versuchen, möglichst früh eine Lösung zu bringen.
Eine schnelle Lösung der Probleme erwarte er allerdings nicht. Man wolle mit dem vorhandenen Material das Bestmögliche herausholen – «und nach der Sommerpause schauen wir, auf welchem Niveau wir stehen.»
Auf das anstehende Rennen in Assen blickte Acosta mit gemischten Gefühlen voraus. «Ich habe keine guten Erinnerungen, weil ich seit den kleineren Kategorien immer viel gekämpft habe», räumte er ein. Eine Ausnahme bilde das vergangene Jahr: «Aber vielleicht war letztes Jahr das Jahr, in dem ich dem Podest am nächsten war. Ich habe den Kampf mit Pecco sehr genossen. Ich war ziemlich nah dran an der Gruppe von Marc und Bezzecchi.»
Brünn-Test: Erste Eindrücke vom 850er-Prototyp
Zwar verlässt Acosta KTM zum Jahresende, dennoch konnte er nach dem Brünn-GP einen Blick auf die Zukunft werfen – er testete den neuen 850-ccm-KTM-Prototyp. «Das wird für uns und auch für die Fans interessant», ist sich Acosta sicher, dass die Show nicht verloren geht. Er bestätigte die Aussagen der anderen Testpiloten, dass der Leistungsunterschied zur aktuellen Maschine spürbar sei: «Es fühlt sich an wie eine ganz andere Klasse, weil unsere aktuellen Motoren viel stärker sind.» Insgesamt fiel der erste Eindruck positiv aus.
Auf die künftige Zusammenarbeit mit Marc Marquez freue sich Acosta. «Es ist eine Ehre, mit Marc Dinge zu teilen», sagte er. «Er ist mehr oder weniger am Ende seiner Karriere, ich fange gerade erst an. Deshalb ist es eine gute Gelegenheit für mich, von ihm zu lernen und etwas von seiner Erfahrung mitzunehmen.» Besonders die Erfahrung des siebenfachen MotoGP-Weltmeisters mit dem Management von Rennen und dem Umgang mit Drucksituationen will sich Acosta zunutze machen: «Er hat schon neun Titel gewonnen, er hat genug Erfahrung. Vielleicht kann er etwas davon mit mir teilen.»
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