Max Verstappen (Red Bull Racing): «Das muss passieren, damit wir siegen»
Kein Fahrer ist auf dem Red Bull Ring erfolgreicher als Max Verstappen: fünf Pole-Positions, fünf Siege. Aber 2026 hat er bislang nur einen Podestplatz erringen können, als Dritter in Kanada. Was nun?
Was waren das für Bilder! Max Verstappen brachte die Orange Army zum Kochen: Die vergangenen Jahre auf dem Red Bull Ring wurden oft zu einer einzigen riesigen, rauschenden Party der lebenslustigen Fans des Red Bull Racing-Stars – fünf Pole-Positions, fünf GP-Siege, vier Mal im Rahmen des Grossen Preises von Österreich, einmal beim Steiermark-GP.
Aber 2026 ist alles ein wenig anders: Red Bull Racing hat Mühe und muss sich oft als vierte Kraft anstellen hinter Mercedes, Ferrari und McLaren. Da ändert auch die Lenkrad-Magie von Max Verstappen wenig.
Vor dem ersten Trainingstag auf dem Red Bull Ring sagt der vierfache Formel-1-Champion: «Wir haben Verbesserungen nach Österreich gebracht, wir wollen der Spitze näher rücken. Wir wissen, wieso wir im Rückstand sind, nun gilt es, diese Schwachstellen zu beheben. In Spanien hat es sich angefühlt, als wären wir vierte Kraft. Das gefällt uns nicht. Der Abstand in Spanien war beträchtlich, ich hoffe, das läuft hier besser.»
Eine der Schwachstellen: die Starts. Max weiter: «Ihr müsst euch nur mal anschauen, wie ich 2026 in die Rennen gehe. Das gehört ganz bestimmt zu den Punkten, die wir abarbeiten müssen. Es geht hier um Feinheiten in der Balance zwischen Antriebseinheit und Kupplung, die wir auf die Reihe bekommen.»
Welche anderen Bereiche müssen angeschaut werden? «Wir haben zuvor schon darüber gesprochen, dass wir in schnellen Kurven nicht besonders gut sind. Darüber hinaus mangelt es überall ein wenig – Balance, Gewicht, Motorleistung, Abtrieb, Fahrzeugverhalten auf Randsteinen. Das alles spielt eine Rolle.»
Ist die Schlagzahl in Sachen Entwicklung ungenügend? Verstappen fährt fort: «Wir haben den Rückstand aus dem ersten Teil der Saison um die Hälfte halbiert. Das ist positiv. Aber das ist auch der leichte Teil der Aufgabe. Der schwierige Teil besteht darin, die andere Hälfte wettzumachen; zumal die Gegner ja auch ständig entwickeln. Wir müssen also mehr machen als unsere Rivalen, um wieder Rennen zu gewinnen.»
«Ich weiss nicht, ob wir das letztlich hinkriegen. Was ich hingegen sehe – dass das Team mit Volldampf daran arbeiten, dass wir ein besseres Rennauto haben.»
Über das angebliche Problem Hitze für die Piloten kann der vierfache Champion nur schmunzeln: «Es ist heiss, na und? Diese Autos sind körperlich nicht sehr anstrengend. Eine Hitzeweste werde ich im Rennwagen jedenfalls auch weiterhin nicht tragen, ich mag die ganzen Kabel nicht. Ich werde vor dem Rennen eine Kühlweste umhängen, und das muss reichen. Ich hatte schon früher Hitzerennen, und hier in Österreich war es vor einem Jahr auch heiss.»
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