Lewis Hamilton: «Schon verrückt, wie die Leute ihre Meinung geändert haben»
Einige F1-Experten legten Lewis Hamilton bereits den Rücktritt nahe, doch mit dem GP-Sieg des siebenfachen Weltmeisters in Barcelona sind diese Stimmen verstummt. Der Ferrari-Star nimmt es gelassen.
Es waren bittere Monate, die Lewis Hamilton und Ferrari im vergangenen Jahr durchstehen mussten. Nachdem der Rekord-GP-Sieger zu den Roten nach Maranello gewechselt hatte, erwarteten viele ein neues Wunder vom siebenfachen Weltmeister. Doch in den ersten Monaten musste dieser eine bittere Pille nach der anderen schlucken. Das Jahr verging und Hamilton schaffte es nicht, an die Leistungen seines Teamkollegen Charles Leclerc heranzukommen.
Der Brite, der mit McLaren und Mercedes mehr als 100 GP-Siege gefeiert hat, wirkte zuweilen richtig verzweifelt – und schürte damit Gerüchte über seinen baldigen Formel-1-Abschied. Einige GP-Beobachter forderten auch zu Beginn der diesjährigen Saison den Abschied des 41-Jährigen aus dem GP-Zirkus. Doch Hamilton liess sich nicht beirren und betonte, dass er noch lange nicht fertig sei.
Der Befreiungsschlag gelang ihm schliesslich beim jüngsten GP in Barcelona, den er für sich entschied. Erstmals strahlte der Rekord-Champion in Rot vom höchsten Podesttreppchen. Und einige, die ihn zuvor schon abgeschrieben haben, kamen nicht umhin, die Leistung von Hamilton zu würdigen.
Lewis Hamilton: «Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzung»
Im Fahrerlager am Red Bull Ring reagierte der 106-fache GP-Sieger auf den Meinungsumschwung einiger Experten und Ex-GP-Piloten. Er winkte ab: «Es war schon verrückt zu sehen, wie sich das Blatt gewendet hat und wie die Leute ihre Meinung geändert haben. Aber ich schenke diesen Dingen sowieso kaum Beachtung.»
Für ihn sei die Reaktion seiner Fans sehr viel wichtiger, beteuerte der Ferrari-Star. «Das hat mir viel bedeutet», erklärte er mit sanfter Stimme. Dass er nach seinem GP-Sieg plötzlich als WM-Kandidat gehandelt wird, will der 387-fache GP-Teilnehmer aber nicht überbewerten: «Daran denke ich nicht, denn ich kenne diese Situation, ich war schon einige Male in dieser Lage. Ich weiss, was ich zu tun habe. Und es liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir denken also noch nicht an den Titel. Wir versuchen einfach, dieses Wochenende so gut wie möglich zu sein. Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzung. Und wir alle tragen unseren Teil dazu bei. Ich bin sehr stolz auf die harte Arbeit, die alle leisten. Wir machen einfach weiter, und versuchen, das hohe Niveau zu halten.»
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