Aldeguer sieht ein: «Habe einen Fehler gemacht – es tut mir wirklich leid!»
Fermin Aldeguer schoss in der ersten Runde des MotoGP-Sprints in Katar Ducati-Kollege Pecco Bagnaia ab. Der Italiener erlitt mehrere Knochenbrüche, der Gresini-Pilot eine doppelte Long-lap-Strafe.
Fermin Aldeguer hatte sich bei einem Crash im MotoGP-Rennen in Indonesien einen Bruch an der rechten Hand zugezogen. Aufgrund der Verletzung musste der Gresini-Ducati-Pilot die Grands Prix in Australien und Malaysia auslassen. An diesem Wochenende steht er in Katar wieder am Start.
Nach einem verhaltenen Beginn am Freitag, wo Aldeguer im Zeittraining den direkten Einzug ins Q2 verpasste, zeigte er am Samstag im Qualifying eine passable Leistung: Im Q1 fuhr er die schnellste Zeit, womit er sich den Aufstieg in die nächste Qualifying-Session sicherte. In dieser stellte er seine hellblaue Desmosedici auf Startplatz 9.
In der ersten Runde des MotoGP-Sprints folgte dann das Desaster. In Kurve 16 bremste Aldeguer viel zu spät und krachte mit seinem Motorrad in das Heck der Ducati von Pecco Bagnaia. Der Italiener flog in hohem Bogen durch die Luft und schlug mit dem Rücken hart auf den Asphalt auf. Danach wurde das Rennen abgebrochen.
Bagnaia war zwar bei Bewusstsein, er hatte aber Schmerzen. Es war offensichtlich, dass der Ducati-Werksfahrer den Crash nicht ohne Verletzungen überstanden hatte. Die ersten Untersuchungen im medizinischen Zentrum auf der Rennstrecke ergaben zwei Frakturen an seinem rechten Fuß, die den vierten und fünften Mittelfußknochen betreffen. Zudem hat er mehrere Prellungen am gesamten Körper erlitten. Noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde Bagnaia nach Italien ausgeflogen.
Aldeguer war sich darüber bewusst, dass er einen folgenschweren Fehler gemacht hatte. «Ich möchte mich bei Pecco und seinem gesamten Team entschuldigen. Ich habe bei einem Überholversuch einen Fehler gemacht, und das tut mir wirklich leid», meinte der 21-Jährige.
Aldeguer: «Die doppelte Long-lap-Strafe hat uns nicht ausgebremst»
Der Zwischenfall blieb auch für Aldeguer nicht ohne Folgen. Nach dem Neustart des auf zehn Runden verkürzten Sprintrennens musste er eine doppelte Long-lap absolvieren. Bis zur vierten Runde kämpfte sich der Spanier auf Rang 7 nach vorn. Dann folgte die erste Long-lap – nach dieser war er Zwölfter. Nachdem er seinen zweiten Umweg absolvierte hatte, behielt er diese Position. In der letzten Runde konnte Aldeguer dann noch an KTM-Pilot Brad Binder vorbeigehen – er überquerte die Ziellinie als Elfter, mit 9,429 sec Rückstand auf Sieger Marc Marquez.
«Die doppelte Long-lap-Strafe hat uns nicht ausgebremst, wir hatten eine gute Pace. Am Sonntag werden wir versuchen, wieder zurückzukommen. Noch einmal: Ich entschuldige mich bei Pecco», so Fermin Aldeguer.
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