Bagnaia (3.): Erst dem Balaton-Chaos entwischt, dann einsam aufs Podium
Ducati-Pilot Francesco Bagnaia überstand den MotoGP-Startcrash beim Ungarn-GP knapp und feierte seinen dritten Podiumsplatz in Folge. An das Tempo von Marc Márquez und Pedro Acosta kam er nicht heran.
Hätte man Francesco Bagnaia gesagt, er würde am Sonntag
Bagnaia sah das Aprilia-Unglück kommen
Die erste Kurve war der Schlüsselmoment des Rennens. Bagnaia startete nicht perfekt – und das rettete ihm wohl das Rennen. «Als ich zu bremsen begann, sah ich etwas sehr schnell ankommen – das war Martin, etwa doppelt so schnell wie normal.» Der Aprilia-Pilot habe zu weit innen eingelenkt, wodurch das Vorderrad blockierte und er die Kontrolle verlor.
Die Schuldzuweisung alleine auf Jorge Martín abzuwälzen, sieht Bagnaia aber nicht. «Der neue Asphalt dort war sehr rutschig», stellten die Piloten im Laufe des Wochenendes fest, weshalb die erste Kurvenkombination sich zum Crash-Hotspot entwickelte. Weil er bereits abgebremst hatte, blieb er vom Chaos verschont. Einige Positionen kostete es ihn trotzdem. Als sich der Staub gelegt hatte, kam er aus der ersten Runde auf dem dritten Rang zurück – und gab diese Position bis zum Schluss nicht mehr ab.
Einsames Rennen hinter Márquez und Acosta
Es folgte ein einsames Rennen für Pecco. Márquez und Acosta fuhren in einer eigenen Liga und setzten sich früh ab. «Ich wusste von Anfang an, dass es nicht mein Rennen war, gegen die ersten beiden zu kämpfen», stellte der Italiener frühzeitig fest. Er habe sich gemäßigt, ruhig zu bleiben und den Puffer nach hinten zu halten. Ai Ogura kam als Vierter mit rund vier Sekunden Rückstand auf Bagnaia ins Ziel, dieser lag am Ende 11,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen und Sieger Marc Márquez. «Die Geschwindigkeit der ersten beiden hatte ich heute nicht – und ich hatte ohnehin schon Glück genug.»
Der dritte Podiumsplatz hintereinander hat für Bagnaia einen besonderen Wert. Zuletzt gelang ihm das zum Saisonstart 2025, als er in Austin, Katar und Jerez in die Top-3 fuhr. In dieser Saison fiel er bereits dreimal aus – in Brasilien, Jerez und Le Mans. Nun steht er in der WM-Wertung auf Rang 7 mit 99 Punkten und profitierte unter anderem vom Ausfall von Raul Fernandez (Aprilia). Auch das Ducati-Werksteam hat Grund zur Freude: Es ist das erste Mal Doppelpodium seit Motegi 2025.
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