Pedro Acosta (Red Bull KTM): Gekämpft wie ein Löwe, Platz 2 gewonnen
Der Kampf um den MotoGP-Sieg auf dem Balaton Circuit riss die Zuschauer von den Sitzen. Als Zweiter im Ziel fuhr KTM-Pilot Pedro Acosta mit dem Herz in der Hand und dem Messer zwischen den Zähnen.
Im Rennen der MotoGP in Ungarn sahen wir eines der besten Duelle um den Sieg in der MotoGP 2026. Die Protagonisten: Red Bull KTM-Pilot Pedro Acosta und Ducati-Star Marc Márquez, der seine Favoritenrolle für den Balaton Park Circuit spätestens nach der Pole und dem Sieg im Sprint nicht mehr von sich weisen konnte. Sein elf Jahre jüngerer Herausforderer war jeweils Zweiter.
Das Duell der beiden Spanier begann in der zweiten Runde, als der KTM-Pilot die Führung übernahm und bis Runde 14 behauptete. Mehrfach attackierten sich die beiden Ausnahmekönner und lieferten sich einen am Limit geführten und mitreißenden Positionskampf.
Als Márquez in der zweiten Rennhälfte zur Attacke blies, hielt Acosta zunächst kampfstark mit. Doch in Runde 16 wuchs der Vorsprung des Weltmeisters erstmals auf über eine Sekunde; in der Spitze waren es 2,7 sec. Der 22-jährige Acosta betont: Mit Platz 2 holte er das Maximum heraus.
«Wir waren stärker als am Samstag, das war großartig. Ich habe wirklich alles versucht. Wir haben uns eine Schlacht geliefert – hoffentlich hatten alle Freude daran», erzählte Acosta. «Wir haben hier versucht, unser Paket zu 100 Prozent zu nutzen. Das Quali war, der Sprint war gut und wir konnten wieder auf das Podium fahren. Ich bin zufrieden und sehr glücklich mit meiner Performance. Natürlich bin ich auch etwas enttäuscht, dass mir ein wenig auf die Pace von Marc gefehlt hat.»
Die Reifen entschieden das Rennen
Bei der Reifenwahl gingen der KTM-Pilot und der Ducati-Star unterschiedlich vor. «Am Ende machten die Reifen den Unterschied aus. Es gibt nichts zu bedauern: Wir wählten den Reifen mit dem bestmöglichen Kompromiss», erklärte der Spanier. «Aber es waren so viele fantastische Überholmanöver. Als er mich überholte, fuhr er mir davon. Mir fehlte ein wenig die Stabilität, um dranbleiben zu können.»
In der Gesamtwertung belegt Acosta nach dem Ungarn-GP mit 132 Punkten den vierten WM-Rang, nur sechs Punkte hinter dem Dritten, Fabio Di Giannantonio (Ducati).
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