Aprilia-Kämpfer Bezzecchi (3.): «Mein Job war, glaube ich, ziemlich gut»
Aprilia-Werksfahrer Marco Bezzecchi gelang nur eine Woche nach dem katastrophalen Ende seines Heimrennens in Misano die komplette MotoGP-Rehabilitation. Wie schon im Sprint landete «Bez» auf Platz 3.
Mit Startplatz 4 hatte sich Marco Bezzecchi die Ausgangsposition geschaffen, um die schmerzhafte Sturz-Niederlage beim San-Marino-GP vor seiner Haustür zu verdauen. Bereits beim Sprint gelang Phase 1. Zwar profitierte Bezzecchi auch vom patzenden Pedro Acosta, doch die fehlerfreie Fahrt wurde mit Platz 3 belohnt.
Beim Großen Preis von Österreich machte es Bezzecchi noch besser – denn auch ohne Fehler von Acosta wurde es wieder der letzte Platz auf dem Treppchen. Der Aprilia-Racer war stark gestartet und sah in den ersten beiden Runden siegeshungrig aus. Doch nachdem KTM-Pilot Acosta die Regie übernommen hatte, musste Bezzecchi zurückschrauben und sich hinter Jorge Martin anstellen.
Nach der Flagge atmete Bezzecchi hörbar erleichtert aus. Sein Protokoll: «Es war absolut kein einfaches Wochenende. Es hat bis heute Morgen gedauert, dann habe ich im Warm-up das richtige Gefühl gehabt. Ich habe auch mich selbst noch besser an das Bike angepasst.»
Der WM-Dritte weiter: «Ich wollte das mit ins Rennen nehmen, aber trotz eines super Starts hatte ich in der ersten Phase Probleme mit der Front. Pedro hat mich dann überholt. Mit der Länge des Rennens wurde mein Speed dann aber immer besser. Ich bin wieder an Jorge herangefahren, am Ende habe ich einen ziemlich guten Job gemacht», grinste der abgekämpfte Italiener.
In der Tat – im Finale war Bezzecchi drauf und dran, noch Platz 2 zu holen. Drei Runden vor der Flagge war die Lücke komplett geschlossen. Als Bezzecchi den Teamkollegen beim Anbremsen von Kurve 1 nur knapp verpasste, ließ es die Nummer 72 gut sein.
Marco Bezzecchi: «Es war so wichtig, dieses Ergebnis»
Bezzecchi, der hinter Martin und vor Ogura im starken Aprilia-Sandwich landete, verabschiedete sich: «Es war so wichtig, dieses Ergebnis – auch für das ganze Team. Die gesamte Aprilia-Mannschaft hat extrem hart dafür gearbeitet und ich hoffe, wir können das jetzt auch mitnehmen zu den nächsten Rennen.»
Auf der Minus-Seite bleibt festzuhalten, dass Bezzecchi mit beiden Rennen weitere Punkte auf die WM-Spitze und Martin verlor – Versöhnung fand die Nummer 72 wiederrum im Fall «Marc Marquez». Dem Weltmeister nahm Bezzecchi immerhin fünf Punkte ab. Auf «MM93» fehlen 30, auf den «Martinator» 42 Punkte. Perfekt für Aprilia: Das Werk aus Noale führt nach dem starken Österreich-GP wieder bei den Herstellern.
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