Denkt Oscar Piastri zu viel nach? Das sagt McLaren-Teamchef Andrea Stella
Oscar Piastri gilt als einer der verkopfteren Fahrer der Formel 1. Denkt der McLaren-Pilot im Auto zu viel nach? Was sein Teamchef Andrea Stella dazu sagt und woran das Team arbeiten will.
Seit der Sommerpause ist auf dem Papier ein klarer Unterschied in der Performance zwischen den beiden McLaren-Piloten zu erkennen: 2025er-Weltmeister Lando Norris drehte auf, gewann in Zandvoort von Pole. In Monza fuhr er von Startplatz 8 auf 4 (kleiner Dämpfer), in Madrid startete er wieder von Pole, wurde wegen Pech mit dem Safety-Car nur Dritter. Oscar Piastri dagegen kam nicht über einen fünften Platz hin Monza hinaus. In Madrid startete er als Siebter, kam als Achter ins Ziel.
Was ist da los? McLaren-Teamchef Andrea Stella nennt einerseits individuelle Probleme im Rennen. Der Italiener deutet aber auch an: Der Australier denkt zu viel nach beim Fahren.
In Madrid hatte Piastri Schäden
Stella zum Madrid-Rennen, wo Piastri gleich nach dem Start ins Gedränge kam, sein Auto beschädigte und drei Positionen verlor: «Der Schaden am Frontflügel kostete Oscar Stabilität. Das war sehr deutlich spürbar. Wir hatten ziemliche Bedenken, dass es zu starkem Graining führen würde, da das Vorderrad viel Abtrieb verloren hatte. Tatsächlich und glücklicherweise waren die harten Reifen widerstandsfähig genug, um keinen Verschleiß zu verursachen, sodass Oscar im Rennen bleiben konnte.»
Darüber hinaus war auf dem engen Kurs, auf dem Überholen nahezu unmöglich war, die Position im Feld mitentscheidend. Stella: «Ich denke aber, dass das Rennen definitiv nicht nur durch den Schaden am Auto beeinträchtigt wurde, sondern auch dadurch, dass er beim Start weitere Positionen verloren hat. Ich glaube also, dass es selbst ohne den Schaden ein schwieriges Rennen gewesen wäre, aus der Situation, in der er sich befand, mehr herauszuholen.»
«Oscar fährt und denkt immer noch gleichzeitig»
Was muss also besser werden? Der italienische Ingenieur: «Oscar muss sich besser qualifizieren und von Beginn an näher an den Podiumsplätzen bleiben. Es gibt also mehrere Umstände, die wir besser in den Griff bekommen müssen. Wir müssen besser agieren und gleichzeitig die Abstimmung zwischen Oscar und dem MCL40 verbessern, denn Oscar fährt und denkt immer noch gleichzeitig. Und wenn man fährt und denkt, verlangsamt sich der Prozess. Als Fahrer ist man langsamer, wenn es darum geht, zu entscheiden, was zu tun ist, und letztendlich ist man auch in Sachen Rundenzeit langsamer.» Kopf aus also? Eine Frage der Gewöhnung?
Stella: «Ich gehe davon aus, wie ich immer sage, dass wir das in den Griff bekommen werden und dass wir bald wieder einen starken Oscar sehen werden.»
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