Bezzecchi auf Platz 3: «So dicht hinter den Marquez-Brüdern – sehr gut»
Im Qualifying war es Marco Bezzecchi gelungen, Hausherr Marc Marquez zu ärgern. Im Sprint drehte der Weltmeister den Spieß um – und zwar sofort. Beim Italiener hielt sich der Ärger in Grenzen.
Immerhin: Marco Bezzecchi blieb sich auch am Samstag beim MotoGP-Event in Aragonien treu. Alle bisherigen Sitzungen hatte der Aprilia-Werkspilot in den Top 3 beendet. Gekrönt wurde Bezzecchis Auftritt im Q2 mit zwei Fabelrunden. In Serie ging der emotionale Sieg erst einmal an den Racer aus Rimini – der auch in der WM-Tabelle vor Marc Marquez liegt.
Über die kurze Distanz in Aragon wendete sich das Blatt dann aber im Eiltempo und das, obwohl der Pole-Mann fehlerfrei von P1 beschleunigt hatte. Marc Marquez überbrückte die wenigen Meter mit einem riskanten, aber kontrollierten Premium-Bremsmanöver in Kurve 1 – Bezzecchi kam einen halben Meter von seiner Wunschlinie ab und wurde sofort von Alex Marquez auf Platz 3 verwiesen.
Nach elf Runden, in denen Bezzecchi nie eine Chance hatte, sich zurück auf Platz 1 zu fahren, zog «Bez» dennoch ein glaubhaft positives Sprint-Fazit: «Ich bin mit diesem Tag sehr zufrieden. Denn nach dem Freitag hatte ich weder mit dem Speed im Qualifying noch mit der Leistung im Rennen gerechnet. Das war eine weitere sehr gute Steigerung der gesamten Mannschaft.»
Und zur erfolgreichen Attacke der Marquez-Brüder gleich nach dem Start: „Es war ein kleiner Fehler – ich habe nur etwas zu früh gebremst. Doch am Ende war meine Pace die, die ich hatte. Ich gestehe – die erste Kurve hätte ich etwas besser erledigen können, aber ich bin Summer wirklich zufrieden.»
Und was, wenn der Führende nach Kurve 1 Bezzecchi geheißen hätte? «Sagen wir so, es wäre kein Nachteil gewesen, aber wie gesagt, es hat nichts an meinem Tempo geändert. Mir war klar, dass Marc und auch Alex noch etwas mehr zu bieten hatten. Jetzt müssen wir schauen, es wieder besser zu machen.«
Auch hinter seiner Reifenwahl stand der Aprilia-Pilot: „Ich habe den soften Reifen nie in Frage gestellt. Es hat für mich sehr gepasst, bei der Herangehensweise an den Sprint – und auch im Rennen selbst.»
Bezzecchis Fazit brachte es gut auf den Punkt: „Hier in Aragon so nah hinter den Marquez-Brüdern zu fahren – das ist doch sehr gut! Und – wir haben noch einen Tag, um noch näher zu kommen.«
Spannend die Lage in der WM: Bezzecchi holte auf Spitzenreiter Martin auf, der in Aragon am Samstag Fünfter wurde. Von hinten rückte dagegen Marc Marquez näher. Der Abstand zwischen «Bez» und «MM93» vor dem Großen Preis am Sonntag: vier Punkte.
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