Pedro Acosta Vierter trotz beschädigter KTM: «Müssen etwas riskieren!»
Pedro Acosta sorgte im MotoGP-Sprint von Aragon als Vierter für ein starkes KTM-Ergebnis. Dabei war seine RC16 nach einer Berührung beschädigt – und der Spanier ärgerte sich über eigene Fehler.
Pedro Acosta hielt im
Vollständig zufrieden war Acosta mit seiner Vorstellung dennoch nicht. «Ich habe im Rennen zu viele Fehler gemacht. Ich denke, dass ich mehr Potenzial habe. Doch es ist, wie es ist», bilanzierte der 22-Jährige. Grundsätzlich habe sich seine KTM gut angefühlt.
Kontakt beim Start und fliegende Aeroteile
Der Start verlief für Acosta nicht gut. Seit dem Verbot der vorderen Startvorrichtung fällt es KTM laut Acosta schwerer, gut zu starten. «Beim Start machte ich einen Fehler. Ich verlor meine Position und musste sie wieder gutmachen. Dabei brach ein Flügel hinter meinem Hintern ab», berichtete der KTM-Werkspilot.
Die beschädigte Aerodynamik machte sich anschließend auf der Strecke bemerkbar. «Mir fiel es wirklich schwer, das Motorrad in den schnellen Rechtskurven zu kontrollieren», schilderte Acosta.
Zusätzliche Zeit kostete ihn das Duell mit WM-Leader Jorge Martin. «Durch den Kampf mit Martin verlor ich ein bisschen Zeit. Wir hätten es besser machen können, denke ich.»
Trotzdem überwogen nach dem Sprint die positiven Eindrücke. Besonders eine Statistik sorgte bei Acosta für Zufriedenheit. «Ich bin happy, denn zum ersten Mal in meiner MotoGP-Karriere fuhr ich meine schnellste Rennrunde im letzten Umlauf.»
Dass er am Ende eines Sprints noch seine persönlich schnellste Runde fahren konnte, unterstreicht die starke Pace des Spaniers. Vor allem im Vergleich zum schwierigen Auftakt am Freitag wertete Acosta Platz 4 deshalb als Erfolg. «Platz 4 macht mich happy, wenn ich mir vor Augen führe, wie schwierig es gestern für uns war.»
Sturz im Qualifying war bewusstes Risiko
Schon im Qualifying hatte der KTM-Pilot deutlich gemacht, dass er bereit ist, für ein gutes Ergebnis ans Limit zu gehen. Im Q2 stürzte Acosta. Seine Herangehensweise hatte er zuvor mit seinem Team abgesprochen. «Ich sagte zu meinen Jungs, dass wir etwas riskieren müssen, um gute Leistungen zu erreichen. Und das ist es, was wir tun.»
Der vierte Platz im Sprint zeigt, dass sich das Risiko zumindest am Samstag auszahlte. Gleichzeitig sieht Acosta noch Luft nach oben: Weniger eigene Fehler und eine bessere Startphase könnten ihm im Grand Prix am Sonntag die Chance geben, den Abstand zur Spitze weiter zu reduzieren.
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