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MotoGP-Sprint, Aragon: Marquez-Brüder überfielen Bezzecchi, Gala von Marc

Im MotorLand Aragon fand bei brütender Hitze der 13. Sprint 2026 statt. Marc Marquez richtete die Dinge mit einer schnellen Attacke – und fuhr zum Sieg vor Bruder Alex und dem machtlosen Bezzecchi.

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MotoGP-Weltmeister Marc Marquez zählt das MotorLand Aragon zu seinen vertrautesten Plätzen. 2025 gewann «MM93» beide Rennen – nahezu jede Woche trainieren die Marquez-Brüder in Aragon. Und doch hatte es im Qualifying nicht zur Pole gereicht. Aprilia-Held Marco Bezzecchi hatte den Champion in seinem Wohnzimmer um wenige Hundertstel schwindlig gefahren. Wieder ein vertrautes Bild auf Position 3 mit Alex Marquez.

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Startreihe 2 war dann wieder mit zwei Aprilia-Piloten bestückt – Raul Fernandez (4.) und Jorge Martin (5.). Noch vor Fabio Di Giannantonio auf P7 hatte sich KTM-Ass Pedro Acosta in Reihe 2 gequetscht. Begeistert hatte bei seinem Comeback nach gut drei Monaten Johann Zarco. Als bester Honda-Pilot machte sich der Franzose auf Platz 9 für das erste der beiden Rennen in Aragon bereit.

Als sich die 22 Piloten, darunter die Ersatzfahrer Lorenzo Savadori (für Ogura bei Trackhouse) und Pol Espargaro (für Tech3-Pilot Vinales), für den Sprint über elf Runden aufgestellt hatten, wurden am Asphalt gut 50 Grad gemessen. Nie zuvor fand ein MotoGP-Sprint hier unter vergleichsweise heißen Bedingungen statt. Bemerkenswert: Anders als in England, als die Ducati-Piloten im Sprint mit dem soften Hinterreifen eingebrochen waren, setzte man nun auch auf die mittlere Mischung. Auch Raul Fernandez (Aprilia) stand mit einem mittleren Reifen in der Startaufstellung. Polesetter Bezzecchi und Martin rückten dagegen mit «soft» aus.

Die große Frage vor dem 13. Sprint des Jahres: Wie viel Risiko wird Marc Marquez in Kauf nehmen – und in seiner Heimat auf Sieg fahren, um den 40-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Jorge Martin zu verringern?

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Los ging es mit einem Paukenschlag durch Marc Marquez. Zwar hatte Bezzecchi den Start gewonnen – doch der Champion presste sich in Kurve 1 wild entschlossen an die Spitze. Überrascht von der Attacke zog auch Alex Marquez am Italiener vorbei. Doppelführung für die Marquez-Brüder nach der ersten Runde!

Auch dahinter ging es wild zu. Jorge Martin wurde von Acosta kassiert und auch Fernandez und Moreira attackierten den Tabellenführer. Katastrophal lief es für Luca Marini, der in Kurve 7 zu Boden ging. Nur einen Umlauf später war auch Fabio Di Giannantonio nach einem Crash in der letzten Schikane aus dem Sprint.

An der Spitze versuchte Marc Marquez zu flüchten. Mit Bruder Alex als Puffer lag die Nummer 93 in Runde 4 rund sieben Zehntel in Front. Dahinter hatte sich Jorge Martin erholt und P4 zurück von Acosta erkämpft. Hinter dem KTM-Pilot das erste größere Loch – dann Honda-Rookie Diogo Moreira.

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Gut gestartete war Toprak Razagtlioglu. Von Platz 21 ging es vor bis auf 13, doch nach einem Fehler in der letzten Kurve fiel «El Turco» wieder auf Rang 15 zurück. In Runde 6 und damit zur Halbzeit sorgte die defekte Yamaha von Fabio Quartararo kurzzeitig für gelbe Flaggen.

Sensationell – Johann Zarco. Bei seinem Comeback lag der LCR-Pilot zur Halbzeit vor Fermin Aldeguer auf Platz 8 – Sekunden vor Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia.

Fünf Runden vor der Flagge hatte sich Marc Marquez um eine Sekunde von Alex befreit, vier Zehntel hinter dem Gresini-Piloten Marco Bezzecchi. Jorge Martin war wieder hinter Acosta zurückgefallen und bereits vier Sekunden hinter der Spitze. Auf dem letzten Punkteplatz 9 kreiste vor dem Finale des Sprints Jack Miller als bester Yamaha-Pilot.

Zwei Runden vor Schluss waren die Fronten endgültig geklärt. Mit Marc in Front hatten die Marquez-Brüder den Herausforderer aus Italien um eine Sekunde distanziert. Acosta hielt sich souverän auf Platz 4 vor WM-Leader Martin. Um Platz 6 tobte derweil ein sehenswerter Kampf zwischen Moreira, Aldeguer und Fernandez.

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An der Spitze ließ sich der Champion den Heimsieg nicht mehr nehmen. Marc Marquez gewann mit einer Sekunde Vorsprung vor Alex – Spaniens MotoGP-Fans feierten die Zieldurchfahrt wie einen Titelgewinn. Marco Bezzecchi blieb mit zwei Sekunden Rückstand auf den Sieger auf Platz 3. Fermin Aldeguer besiegte im Finale Moreira und Fernandez und wurde Sechster. Belohnt wurde auch der kämpferische Johann Zarco, der den letzten WM-Punkt mitnahm. Glanzlos: Pecco Bagnaia auf P11. Toprak Razgatlioglu kam vor allen weiteren KTM-Piloten und Joan Mir als guter 13. ins Ziel.

Die Situation in der WM-Tabelle nach dem Aragon-Sprint: Jorge Martin ist weiter WM-Leader vor Marco Bezzechi. Marc Marquez schob sich am fehlenden Ogura auf Platz 3 – den Champion trennen nun noch 33 Punkte von Martin. Insgesamt rückten die Top-3 näher zusammen.

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

01

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

11

19:37,995

1:46,486

02

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

73

11

+1,140

1:46,648

03

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

72

11

+2,089

1:46,503

04

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

11

+2,648

1:46,598

05

Jorge Martin

Aprilia Racing

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

11

+6,237

1:46,884

06

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

54

11

+10,475

1:46,881

07

Diogo Moreira

LCR Honda

Diogo Moreira

LCR Honda

11

11

+11,071

1:47,285

08

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

25

11

+11,213

1:47,324

09

Johann Zarco

LCR Honda

Johann Zarco

LCR Honda

5

11

+12,021

1:47,441

10

Jack Miller

Prima Pramac Yamaha MotoGP

Jack Miller

Prima Pramac Yamaha MotoGP

43

11

+12,166

1:47,477

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