KTM-Pilot Brad Binder gesteht: «Hätte gerne viel weniger harte Tage gehabt»
MotoGP-Routinier Brad Binder will das enttäuschende Misano-Event hinter sich lassen und auf dem Red Bull Ring von Beginn an konkurrenzfähig sein. Der KTM-Pilot sieht ein Licht am Ende des Tunnels.
Brad Binder fand beim MotoGP-Event in Misano kein Mittel, um schnell zu sein – im Gegensatz zu Teamkollege Pedro Acosta, der am Sonntag mit der RC16 auf das Podest raste. Binder wurde im Grand Prix Elfter, er war alles andere als zufrieden mit seiner Leistung.
An diesem Wochenende steht der wichtige Heim-GP für KTM an. Und Binder wird das letzte MotoGP-Wochenende auf dem Red Bull Ring für seinen langjährigen Arbeitgeber bestreiten. Am Donnerstag vor dem Event in Spielberg versprühte der Südafrikaner viel Motivation. «Nach Misano versuche ich einen Neustart zu machen. Für mich war es ein katastrophales Wochenende. Von der ersten Session an fand ich dort keinen Rhythmus. Die Strecke in Österreich passt viel besser zu meinem Fahrstil. Unser Motorrad funktioniert hier sehr gut. Mein Ziel ist es, von der ersten Session an konkurrenzfähig zu sein», meinte Binder.
Brad Binder hatte in den letzten zwei Jahren sehr zu kämpfen. Vom Top-5-Kandidaten ist er ins Mittelfeld abgerutscht. Teamkollege Pedro Acosta stellte ihn in den Schatten. 2027 ist für Binder kein Platz mehr in der MotoGP – er wird in die Superbike-WM zu BMW wechseln. Kann er einen Moment festmachen, an dem er mit der RC16 nicht mehr so gut harmonierte wie in der Vergangenheit? «Um ehrlich zu sein, waren die letzten beiden Saisons ein Kampf», unterstrich der Südafrikaner. «Wenn ich es wüsste, würde ich es sofort beheben. Ich hätte in den letzten beiden Jahren gerne viel weniger harte Tage gehabt, aber das war nicht der Fall. Mein Plan hier ist es, von Beginn an so konkurrenzfähig als möglich zu sein. Beispielsweise will ich im Qualifying dasselbe tun wie immer, nur schneller.»
Binder: «Ich würde nicht sagen, dass es Klick gemacht hat, aber es wird besser»
Als Binder das sagte, musste er schmunzeln. Es klingt einfach und plausibel, nur umsetzen muss er es an diesem Wochenende. «Bei den letzten Events fühlte sich das Bike definitiv besser an. Klar, Misano war mit Sicherheit schlechter als die anderen Grands Prix, dort war es schwerer für mich», erklärte der 31-Jährige. «Ich würde nicht sagen, dass es Klick gemacht hat, aber es wird besser – auch wenn es die Resultate nicht gezeigt haben. Ich muss einfach alles zusammenbringen. Ich habe das Gefühl, dass wenn ich gut ins Wochenende starten kann, meine Pace finde und ein gutes Qualifying habe, dass die Welt dann komplett anders aussehen wird. Wenn ich in der Startaufstellung weiter vorn sein könnte, wäre das für mich ein Gamechanger!»
Regen im Sonntag wäre ebenfalls ein Gamechanger. Dann hätte Brad Binder die Chance, seinen spektakulären Ritt von 2021, als er in Spielberg bei nasser Strecke auf Slicks zum Sieg rutschte, zu wiederholen. Beim «MopedGP» am Donnerstag hatte er ein spaßiges Training bei Regen – mit einem 50-ccm-Mofa. Aller Voraussicht nach wird am Sonntag aber die Sonne vom Himmel scheinen.
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