Jorge Martin mit Blick auf 2027: Marquez und Acosta – das wird spannend!
Interessanter könnte es kaum sein: Jorge Martin – Inhaber des Rundenrekords auf dem Red Bull Ring – geht punktgleich mit Champ Marc Marquez in die Rennen in Österreich. Martin will ganz vorne fahren.
Nach der überragenden ersten Saisonhälfte für Aprilia hatte das Projekt aus Noale ausgerechnet beim zweiten Heimrennen des Jahres in Misano schmerzhafte Rückschläge einstecken müssen. Gleich zwei WM-Wertungen wechselten zu Rot. Vor 12 Monaten wäre für Jorge Martin nach langer Verletzungspause ein fünfter Platz im GP ein großer Erfolg gewesen – zuletzt in Misano besiegelte die fünfte Position das vorläufige Ende der Aprilia-Erfolgswelle.
Nicht zu vergessen hingegen: Der schnellste MotoGP-Pilot auf dem Red Bull Ring heißt Jorge Martin. An Martins 1:27,748 min – aufgestellt 2024 auf dem Weg zum Titel an Bord der Pramac-Ducati – wird sich die Konkurrenz messen müssen. Aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen ist nicht ausgeschlossen, dass die Bestmarke auch 2026 überstehen wird – und auch in zumindest 2027, wenn die Königsklasse erstmals mit nur 850 ccm großen Vierzylindermotoren antreten wird.
Der «Martinator» bemühte sich, die Rückschau auf das Misano-Event vor wenigen Tagen kompakt zu halten. «Die Probleme, die ich in Misano mit meinem Arm hatte, waren da – aber ich fühle mich jetzt Tage später sehr gut und ich werde das Tempo aufnehmen und versuchen, bis zum Ende an der Spitze mitzufahren.»
Bei der Pressekonferenz zum Auftakt des Österreich-GP, der zum ersten Mal vor zehn Jahren auf dem Red Bull Ring ausgetragen wurde, betonte der Spanier an der Seite von Marc Marquez und Pedro Acosta: «Ich habe dennoch versucht, alles Positive auch aus einem fünften Platz bei einem GP mitzunehmen. Tatsache ist: Auch in Misano war die Pace da – was uns auch in Österreich helfen wird.»
Vor dem Österreich wurde mit Senna Agius der 22. und letzte MotoGP-Pilot für 2027 offiziell bestätigt. Davon ausgehend, dass Honda Diogo Moreira ins HRC-Werksteam aufsteigen lässt, bedeutet das: Alle elf Mannschaften werden mit dem Beginn der 850er-Ära neu aufgestellt sein. Jorge Martin wurde in Spielberg nach der außergewöhnlichsten Paarung befragt.
Die Antwort des nächstjährigen Yamaha-Werksfahrers (an der Seite von Ai Ogura) ließ nicht lange auf sich warten. Martin zeigte den anwesenden Kollegen Acosta und Marquez: «Hier, dieses Paar! Beide sind außergewöhnlich und haben viel Charisma – es wird sicher spannend, sie gemeinsam in einer Box zu erleben.»
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