KTM-Ersatzracer Espargaro vor 300. Grand Prix: «Ein Ort, den ich liebe»
KTM-Ersatzfahrer Pol Espargaro sprach vor dem MotoGP-Wochenende auf dem Red Bull Ring über seine Gefühle für die Piste von Spielberg, seinen weiter ansteigenden Speed – und eine Portion Heimweh.
Der Spanier Pol Espargaro gibt auf dem Red Bull Ring am kommenden Wochenende erneut ein Gastspiel im Red Bull-Tech3-KTM-Team von Günther Steiner. Der jüngere der Espargaro-Brüder ersetzt in der Steiermark erneut seinen Landsmann Maverick Vinales. Zur Erinnerung: Beim San Marino-GP in Misano sorgte Pol für eine mittlere Sensation, als er am Freitag als Neunter den direkten Einzug in das Q2 schaffte.
Die Piste in der Nähe von Zeltweg hat für den 35-jährigen Espargaro eine besondere Bedeutung: Im Jahr 2020 lieferte sich Espargaro auf der Red Bull-KTM mit Jack Miller (Pramac-Ducati) ein heftiges Duell um den Sieg – beide wurden im Finale von Miguel Oliveira (Tech3-KTM) in der Zielkurve ausgetrickst. «Wir wollen einfach rund und gut ins Wochenende starten. Es wird hier mein 300. Grand Prix – das ist krank, oder? Mein Kopf hat sich verändert – aber ich bin immer noch hungrig. Wir haben hier in der Vergangenheit sehr sehr viel getestet.»
Temperatursturz – kein Problem!
Von Espargaro gab es am Donnerstag eine weitere Liebeserklärung an die Rennstrecke, trotz kühlem, nassem Wetter: «Es ist ein Ort, den ich liebe, ich liebe das Wetter. Als ich heute aus dem Fenster geschaut habe, dachte ich mir – ich brauche eine Jacke –, endlich ist es mal nicht richtig heiß. Mit den Michelin-Reifen ist es von der Temperatur her dann auch immer am Limit – dieses Gefühl liebe ich einfach. Ich habe gestern schon gespürt, dass es heute regnet», grinste der Katalane.
Und zur persönlichen Ausgangslage für Spielberg: «Es ist eine Strecke, auf der ich gute Erinnerungen habe – auf der ich weiß, dass ich schnell sein und immer noch ein gutes Ergebnis holen kann. Als ich in Silverstone begonnen hatte, war es eine Mischung noch aus mehreren Faktoren – da war ich recht weit weg.“Aber wir waren zuletzt in Misano schnell und auch beim Test in Mugello – die 850er wird immer schneller. Wir waren da schon nahe an Bulega und Ducati dran.»
Daheim gibt es Schimpfe
Espargaro gestand auch: «Meine Frau hat schon geschimpft – du wirst nie aufhören! Ich checke alles, was sich da vor mir tut – mit der vielleicht größten Leidenschaft. Es war heiß und hart zuletzt, aber ich genieße es auf meine Art. Aber ich glaube nicht, dass ich Übersee machen werde. Maverick kommt der Form näher, zu fahren.»
«Österreich ist ein sehr wichtiger Grand Prix – auch für das Werk – und sie brauchen jemanden auf dem Bike, der bereit für die Rennen ist. Maverick würde vielleicht noch etwas Zeit brauchen, um seinen normalen Speed zu erreichen. Ich habe immer gesagt, ich will keine Übersee-Events mehr – das raubt so viel Zeit. Ich will daheim sein. Und: Jetzt startet dann auch die wichtigste Phase im Jahr für 2027 – während in Japan gefahren wird. Wir haben in dieser Phase dann auch einen Test in Jerez», so der bestens beschäftigte KTM-Pilot abschließend.
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