Ollie Bearman kritisiert Madring-Layout: «Man muss kein Genie sein!»
Nach der GP-Premiere auf dem Madring kritisierten viele Formel-1-Piloten das Streckenlayout des spanischen Stadtkurses. Deutliche Worte fand etwa Ollie Bearman, der von einer Enttäuschung sprach.
Dass die neue GP-Strecke vor den Toren der spanischen Metropole Madrid nicht viele Überholmöglichkeiten bietet, wussten die GP-Stars bereits vor dem Start des Rennwochenendes. Der anspruchsvolle Stadtkurs auf dem IFEMA-Messegelände bietet zwar eine willkommene Herausforderung im Qualifying, wenn es um eine schnelle Runde geht. Im Rennen sorgte der neue GP-Kurs aber für Frust, weil er kaum Überholchancen bietet.
Das bemängelten nach dem Spanien-GP nicht nur Top-Piloten wie Weltmeister Lando Norris und Red Bull Racing-Star Max Verstappen. Auch Ollie Bearman, der zum Ferrari-Fahrerkader gehört, ätzte: «Man muss sich nur das Layout anschauen und es wird schon klar, dass es ein schlechtes Pflaster für ein Rennen ist.» Dabei verwies er auf die Art der Kurven, die einem Verfolger kaum eine Chance bieten, am Vordermann vorbeizuziehen.
«Wir haben bereits am Freitag mit der FIA darüber gesprochen», offenbarte der Brite. «Wir haben gesagt, dass wir die Strecke etwas interessanter für uns Fahrer gestalten müssen, denn es ist zwar eine tolle Strecke für eine schnelle Quali-Runde, aber fürs Rennen ist sie wirklich nicht geeignet», fügte er gewohnt offen an.
Potenzial für Verbesserungen ist vorhanden
Immerhin: Bearman ist sich sicher, dass Verbesserungspotenzial besteht. «Wenn man ankommt und eine solche Strecke sieht, dann fragt man sich als Fahrer schon: 'Was genau erwartet ihr von uns?' Es ist schon sehr schade, speziell weil es hier ja einige Stellen geben würde, die man anders hätte gestalten können. Das ist ja keine Strecke wie Baku oder Singapur, bei der es schwierig ist, eine andere Streckenführung zu finden, weil da einfach Gebäude die Bahn säumen. Aber hier hat man zwischen der fünften und 17. Kurve eigentlich freie Hand. Und dieses Potenzial hat man nicht ausgeschöpft.»
Der 21-Jährige betonte auch: «Ich glaube nicht, dass es zwangsläufig den Input von uns Fahrern braucht – man muss ja auch kein Genie sein, um ein Layout zu schaffen, das Überholmöglichkeiten bietet. Wie gesagt, selbst in Baku haben sie es hinbekommen, und da ist man viel eingeschränkter bei der Streckenführung. Deshalb war das ein bisschen eine Enttäuschung. Ich hoffe, dass wir es fürs nächste Jahr etwas interessanter gestalten können.»
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