Crutchlow in Brünn: Das Ergebnis dürfte anders ausfallen als vor 10 Jahren!
Es ist zehn Jahre her, da hieß der MotoGP-Sieger in Brünn Cal Crutchlow auf LCR Honda. An Ehrgeiz mangelt es dem Briten, der den verletzten Johann Zarco bis auf Weiteres vertritt, so oder so nicht.
Für Rennveteran Cal Crutchlow steht der dritte Einsatz als Vertretung von Johann Zarco an. Der Stammpilot bei LCR, der sich in Catalunya sein rechtes Knie schwer verletzte, wird noch mehrere Monate ausfallen. Laut Teamboss Lucio Cecchinello stehen die Chancen auf die Rückkehr eines Zarco in Bestverfassung im späteren Teil der Saison gut.
Da Cal Crutchlow in jedem Fall auch in Brünn und Assen an den Start gehen wird, hat der 40-Jährige nun einen anderen Status. Statt ohne Ambitionen hinterherzufahren, soll es ab Brünn mit Ehrgeiz auch um bessere Positionen gehen. Betrachtet man die Rundenzeiten Crutchlows während des Balaton-GP, erscheint die Mission zumindest nicht aussichtslos. Den ursprünglich fast drei Sekunden großen Rückstand hatte die Nummer 35 auf unter eine Sekunde gedrückt.
Vor der ersten Session der Königsklasse in Brünn gab sich Crutchlow weiterhin kämpferisch: «Mugello war schon sehr hart, in den ersten Runden gingen wilde Dinge in meinem Kopf ab – in Ungarn war es besser, ich habe das Beste aus der Lage gemacht und mich gesteigert – und jetzt in Brünn hoffe ich, dass es weiter nach vorne geht.»
Crutchlow, der vor einem Jahrzehnt für LCR in Brünn sensationell vor den Ikonen Rossi und Marquez gewann, zu Brünn: «Die Strecke hier in Brünn kommt mir entgegen – aber sie ist auch sehr lang und es könnte auch sein, dass die Abstände wieder größer werden. Ich meine, ich fahre natürlich nicht um den Sieg in Brünn. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis am Sonntag genau andersherum ausfällt als vor zehn Jahren. Doch: Bislang habe ich mich in jeder Session gesteigert, und das ist weiterhin das Ziel.»
Der Brite hofft, auch eine noch bessere Sitzposition auf der RC213V zu finden. «Es klingt ein wenig verrückt, aber noch sitze ich nicht richtig auf dem Bike. Ich komme gar nicht richtig an die Lenkerstummel. Die Ergonomie hat mit damals gar nichts mehr zu tun und es ist auch nicht damit getan, ein paar neue Stummel dranzuschrauben. Ich hoffe aber, dass wir in dem Bereich etwas verbessern können. Wenn ich besser sitze, wird mir auch alles andere leichter fallen.»
Und wie geht es Crutchlow körperlich nach zwei intensiven MotoGP-Wochenenden? «Ehrlich – ich hatte große Bedenken. Nach dem Event in Mugello hatte ich Probleme mit der Schulter, die Belastung dort war sehr hoch. Aber das hat sich nach zwei Tagen Pause und dann mit gezieltem Training geklärt. Ich bin komplett fit!»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



